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Ausstellungen: Köln, Arhus · von Martin Seidel · S. 264 - 265
Ausstellungen: Köln, Arhus , 2018

James Rosenquist

Eintauchen ins Bild
Museum Ludwig 18.11.2017 – 04.03.2018
ARoS Arhus Kunstmuseum 14.04.2018 –19.08.2018
von Martin Seidel

Ganz oben auf der Pop-Art-Berühmtheitsliste stehen Andy Warhol, Roy Lichtenstein und Claes Oldenburg. Mit dabei James Rosenquist, der Maler der Riesenformate und Virtuose von Kompositionen, in denen Farbkraft und Motive aus Politik, Kommerz, Zeitgeschehen und Kunst beherzt ineinandergreifen. Der Unverbrauchtheit und Besonderheit dieser Spielart des Pop wird in einer fulminanten Ausstellung des Museum Ludwig in Köln deutlich.

Für eine Rosenquist-Schau bringt das Museum Ludwig beste Voraussetzungen mit. Es verfügt – dank Bestandsstifter Peter Ludwig (1925 – 1996) – über den europagrößten Pop-Art-Fundus, zu dem auch fünf Ölgemälde Rosenquists gehören. Der Hauptanteil der Exponate aber stammt aus dem Künstlernachlass in New York. Leihgaben, wie die logistische Herausforderung des „F-111“-Hauptwerkes aus dem Museum of Modern Art in New York, unterstreichen die Bedeutung der von Stephan Diederich und Yilmaz Dziewior kuratierten Schau, an deren Konzept Rosenquist, der im März 2017 im Alter von 84 Jahren in New York verstarb, selbst noch mitwirkte.

Die aus der Reihe museumsüblicher Formate tanzenden und nach Rosenquists Worten zum „Eintauchen ins Bild“ einladenden Dimensionen der Gemälde prägen den Eindruck. Fast standardmäßig bis zu 14 Metern breit werden die Bilder. Oder sie formieren sich – bei Gesamtlängen von über sechsundzwanzig Metern – zu jenen spektakulären Tafelbild-Installationen, die Rosenquist in den sechziger Jahren für die Ausstellungsräume der Leo Castelli Gallery in New York entwickelte.

Viele der kleineren und früheren Leinwände und Holztafeln sind Meilensteine der Pop Art, man kennt sie: die werbend strahlende Joan…


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