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Magazin: Kulturpolitik · S. 365 - 365
Magazin: Kulturpolitik , 1989

Christian Huther
Jetzt ist die „Basis“ dran

Ins Frankfurter Industrieviertel ziehen die Künstler

Das Frankfurter Industrieviertel Ostend, das sich fast bis Offenbach zieht, soll auf Dauer den Künstlern Zuflucht bieten. Nachdem man lange das Problem der fehlenden Künstlerateliers verkannt und erst einmal den „Überbau“ mit renommierten Künstlern und Galeristen und sogar einer Kunstmesse gefördert hatte, nimmt man sich nun allmählich der „Basis“ an. Zuletzt war im Ostend die Ausstellungshalle von Ulrich Rückriem eingerichtet worden; außerdem waren in der nahe gelegenen Großmarkthalle, wo ansonsten mit Lebensmitteln und Frischgemüse gehandelt wird, schon mehrfach für kurze Zeit Kunstwerke ausgestellt worden. Die Großmarkthalle ist inzwischen für verschiedene Nutzungen im Gespräch, nachdem Frankfurt bekanntlich nicht nur in der Kunst, sondern auch im Sport Olympia-Ambitionen hat.

Etwa 25 Ateliers richtet die Stadt momentan ein, bald sollen es wesentlich mehr sein. Zehn Räume werden kostenlos für ein oder zwei Jahre vor allem an Absolventen von Kunsthochschulen gehen, verbunden mit einem Jahresstipendium von 12000 Mark, die allerdings von Sponsoren aufgebracht werden sollen. Nur war die Sponsorensuche bislang nicht sonderlich erfolgreich, so daß Dieter Buroch, der Leiter des kürzlich eröffneten alternativen Kulturzentrums Mousonturm (zwischen Innenstadt und Ostpark gelegen), hofft, wenigstens für fünf Künstler das Geld auftreiben zu können. Fünf Künstler -vier Frankfurter und ein Gast möglichst aus einer Partnerstadt Frankfurts – kommen im Mousonturm unter, für die fünf anderen werden noch eifrig Räume gesucht.

In einem großen Gebäudekomplex an der vielbefahrenen Hanauer Landstraße, nicht weit von der Rückriem-Halle, sollen wahrscheinlich erst einmal fünf, später zehn Ateliers eingerichtet werden. Weitere fünfzehn Arbeitsräume entstehen gegenwärtig…


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