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Magazin: Messen & Märkte · S. 315 - 318
Magazin: Messen & Märkte , 1989

Hilke Nissen
Kunstmesselandschaft Europa

Im Oktober und November fanden zwei wichtige europäische Kunstmessen statt. Die FIAC (Foire Internationale d’Art Contemporain) in Paris und die Art Cologne in Köln. Beide Messen sind neben Basel, Madrid und Chicago unentbehrliche Standbeine des internationalen Kunsthandels. Gleichwohl behauptet jede Messe von sich, die internationalere, professionellere und seriösere zu sein. Der „Run“ auf die No. l der Messehierarchie ist groß. Geflissentlich sucht man deshalb die Konkurrenz bei geeigneter Gelegenheit zu schwächen. Abschätzig wird das neue Messekind Hamburg („Forum“) charakterisiert, ablehnend steht man der geplanten „Art Frankfurt“ im Frühjahr 1989 gegenüber.

Was hatten die etablierten Messehighlights Paris und Köln für ausgemachte Messebesucher, aber auch für den allgemein Kunstinteressierten zu bieten? -besonders im Hinblick auf 1992, dem Datum der Öffnung des europäischen Binnenmarktes, durchschritt ich die international bedeutsamere Messe, die FIAC:

Nachdem Paris nach 1945 seinen Rang als Kulturmetropole an New York abgegeben hatte, wird Frankreichs Hauptstadt allmählich wieder attraktiver. Der monströse Neubau der Oper an der Bastille wertet sowohl die zeitgenössische Theater- und Opernkultur auf, als auch das Ambiente in diesem Stadtteil. Seit einiger Zeit entwickelt sich hier mit Eröffnungen neuer Galerien, diverser Kunsthandwerkstätten und Fabriketagen – Ateliers eine junge kreative Stadtteilkultur, die eine schöne Ergänzung zum Künstlerviertel St. Germain darstellt. Große Galeristen wie Daniel Tempion und das Ehepaar Nahon (Galerie Beaubourg) lassen sich verstärkt in den aufstrebenden Stadtteilen von Paris nieder und geben der Stadt auch in der zeitgenössischen bildenden Kunst wieder internationale Bedeutung. Paris‘ zahlreiche Kulturangebote, die Diversität von Stadtteilen, die zugleich Zentren sind, die ethnologische Vielfalt, aber…


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