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Ausstellungen: München · von Cornelia Gockel · S. 368 - 369
Ausstellungen: München , 2008

Cornelia Gockel
Mark Rothko

»Retrospektive«
Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, München, 8.2 .- 27.4.2008

Mit Mark Rothko war es nicht einfach gut auszukommen. Immer wieder verweigerte er sich an Ausstellungen teilzunehmen, sagte schon einmal angenommene Aufträge ab und versuchte mit allen Mitteln Einfluss auf die Präsentation seiner Werke zu bekommen. „Er hat einmal gesagt: Wenn du ein Gemälde in die Welt sendest, dann ist es, als würdest du dein Kind in die Welt hinausschicken.“, erinnert sich seine Tochter Kate. Wahrscheinlich würde sich der Maler im Grabe umdrehen, wenn er sehen könnte, was mit seinem Nachlass nach seinem Freitod 1970 passierte. Falsche Freunde, die er zu den Verwaltern seines künstlerischen Vermächtnisses gemacht hatte, verkauften seine Werke über die Marlborough Galerie zu Dumpingpreisen. Erst die Klage seiner damals 19-jährigen Tochter Kate und ihrem jüngeren Bruder Christopher konnte dem skrupellosen Treiben ein Ende setzen. Doch da waren schon viele seiner Bilder, die er als raumbezogene Zyklen geschaffen hatte, aus dem Zusammenhang gerissen und in alle Welt verstreut.

Mit der in München eingerichteten Retrospektive wird nun nach langer Zeit noch einmal der Versuch unternommen, die weit über die Welt verstreuten Gemälde und Zeichnungen zu einer Ausstellung zu vereinen. Kurator ist der Schweizer Oliver Wick, der bereits schon 2001 eine umfassende Rothko-Ausstellung in der Fondation Beyeler realisiert und die Ausstellung um die Rekonstruktion des Rothko-Raumes der Biennale di Venezia von 1958 in Rom im vergangenen Jahr als wissenschaftlicher Kurator begleitet hat. In deutschen Museen sind wenige Arbeiten des bekannten amerikanischen Malers zu sehen und die letzte Retrospektive in Köln liegt…



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