Ausstellungen: Rotterdam · S. 299
Ausstellungen: Rotterdam , 1989

Frank-Alexander Hettig

Rob Scholte

Museum Boymans-van Beuningen, 23.10.-4.12.1988

„How to star“? Wenn man glänzt durch Abwesenheit; wenn man handschriftliche Züge im Farbauftrag vermeidet; wenn Pinselstriche so gut wie gar nicht zu erkennen sind; wenn seine Bilder vergrößerten Fotos gleichen; wenn der Eindruck einer mechanischen Reproduktion erweckt wird; wenn der Epigone Rob Scholte die Fragen nach Authentizität, Ursprünglichkeit und individueller Ausdruck stellt?

Auf jeden Fall ist es ihm gelungen, seine erste Soloausstellung mit dem Titel ‚How to star‘ in einem Museum zu bekommen. In dieser Übersichtsausstellung seiner Arbeiten der letzten fünf Jahre ist deutlich, daß die Malerei für ihn nur ein Mittel ist, die Bedeutung des Inhaltes einem großen Publikum vorzuführen.

Die Idee steht bei Rob Scholte im Vordergrund, und danach sucht er in seinem ‚Archif nach Bildmaterial, um diese zu einer Idee zu verbinden und ineinander zu verschränken. Diese unterschiedlichen semantischen und optischen Elemente der Realität widerspiegeln seine Idee. Sein ‚enzyklopädisches Interesse‘ wird mit einer Unmenge unterschiedlichster Daten und Fakten konfrontiert, welche wieder zu einer neuen Interpretation zusammenschmelzen. Diese Zusammenhänge erscheinen auf den ersten Blick verworren, widersprüchlich und uneinsehbar, aber später wird es deutlich, daß unserer Erkenntnis stets vorgeformte Bilder zugrunde liegen, denen Rob Scholte durch ihren fremden Kontext ein neue Bedeutungsdimension zuweist. Diese Materialauswahl und dieser Materialgebrauch orientierten sich bei ihm an der Kritik der Erfahrung der Wirklichkeit, die über die Medien vermittelt wird.

Sein Material stammt auch aus den bereits optisch vermittelten Bildern der Massenmedien, wobei selbst die Stichigkeit der Buntbilder wiedergegeben wird. Selbst die Kodak-Farbenkarte, welche zur Reproduktion von Gemälden dient, wird über…

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