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Titel: Video-Special · S. 185 - 184
Titel: Video-Special , 1989

Doris von Drathen
Video-Skulptur – retrospektiv und aktuell

1963-1989

Unter diesem Titel bereitet der Kölnische Kunstverein anläßlich seines 150jährigen Bestehens eine der anspruchvollsten Video-Ausstellungen vor, die bisher in Europa zu sehen war. Über 40 Künstler werden vertreten sein und die Ausstellung wird anschließend in der Kongreßhalle in Berlin in Zusammenarbeit mit Berliner Festspielen/Neuer Berliner Kunstverein und im Kunsthaus Zürich gezeigt. Nachdem das Museum Ludwig seine Beteiligung kurzfristig absagte, wird die Ausstellung in Köln auf mehrere Orte verteilt. Außer im Kunstverein findet sie in der neueröffneten Dumont-Kunsthalle, der Kirche St. Peter und in mehreren öffentlichen Gebäuden in Nähe des Kunstvereins (Ärztehaus, Stadtbücherei, Belgisches Haus) statt. Der Zeitrahmen ist weit gesteckt und greift mit dem Anfangsdatum l963 bis auf die fast schon mythische Stunde Null der Video-Kunst, Nam June Paiks „Exposition of Music“ zurück. Aber die Vorzeichen scheinen sich verändert zu haben im Vergleich zur 5 Jahre zurückliegenden Ausstellung „Videokunst in Deutschland“, bei der den Videobändern ein großes Gewicht eingeräumt wurde, – soweit man das den spärlichen Vorab-Informationen entnehmen kann (Künstlernamen werden noch nicht verraten). Schon der Titel „Video-Skulptur“ läßt aufhorchen -und die Presse-Mitteilung bestätigt es: „Video kann vieles sein. Anders als Videobänder, gehören Installationen und Objekte eindeutig in den Kunstbereich.“ Zur Ausstellung erscheint ein Katalogbuch mit übergreifenden Aufsätzen und einer lexikonartigen Anthologie, außerdem ist eine Videokassette geplant, die zusammen mit Künstlerinterviews die Ausstellung umfassend dokumentiert. (D.D.)

Konzept: Wulf Herzogenrath, Edith Decker
Daten: Köln 16. März – 23. April 1989,
Berlin Aug.-Sept. 1989, Zürich Okt.- Nov. 1989


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