Ai Weiwei nach zehn Jahren erstmals wieder in China

29. Januar 2026 · Kulturpolitik

Der berühmte chinesische Künstler und Aktivist Ai Weiwei kehrte nach seiner Inhaftierung im Jahr 2011 und seinem Weggang ins Exil 2015 nach zehn Jahren zum ersten Mal wieder nach China zurück.

Da er Akte der Zensur und auch Korruption der chinesischen Regierung in seinen Werken kritisierte und sich für die Menschenrechte einsetzte, was wiederholt zu Verhaftungen führte, schien ihm das Leben und Arbeiten in China lange Zeit nicht möglich zu sein. Nachdem er seinen zeitweise eingezogenen Reisepass im Jahr 2015 zurück bekam, zog er nach Europa und lebte in Deutschland, Großbritannien und Portugal, um seine Arbeit aus dem Exil heraus fortzuführen.

Nun reiste Ai Weiwei im Dezember 2025 mit seinem Sohn nach China, wo er bei seiner Ankunft im Flughafen von Beijing zwei Stunden lang kontrolliert und befragt wurde. Doch nach einem dreiwöchigen Aufenthalt konnte er unbehelligt und ohne weitere Beeinträchtigungen wieder ausreisen. Ai Weiwei bewertete seine temporäre Heimkehr sehr positiv und spekulierte auf eine Zunahme persönlicher Rechte und Freiheiten in China.


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