Hamburg
Currency: Photography Beyond Capture
8. Triennale der Photographie Hamburg 2022
Deichtorhallen / Halle für aktuelle Kunst u. a. 20.05.–18.09.2022
von Rainer Unruh
Fotos sind Boten. Sie erzählen Geschichten von dem, was war. Sind sie gut, sagen sie auch etwas über das Hier und Jetzt. „Currency“, Titel der 8. Triennale der Photographie in Hamburg, lenkt den Fokus auf das Gegenwärtige und den Umlauf der Bilder, auf das Foto als Währung. Die Distanz schrumpft. Was wir sehen, sticht ins Auge. Das tut weh. Und das ist gut so.
Elf Institutionen beteiligen sich an der Triennale. Zentraler Ausstellungsort ist die Halle für aktuelle Kunst. Hier wird die Handschrift der künstlerischen Leiterin Koyo Kouoh, die am selben Ort bereits 2015 / 2016 „Streamlines“ über Kunst und den Handel auf den Weltmeeren kuratiert hat (KUNSTFORUM INTERNATIONAL, Bd. 238), und ihres Teams am deutlichsten sichtbar. 29 Positionen hat die Direktorin des Zeitz Museum of Contemporary Art Africa (MOCCA) in Kapstadt ausgewählt. Schmerz und Schönheit, die Trauer um das Verlorene und die Sehnsucht nach einem erfüllten Leben treffen aufeinander.
„Desert Bloom“ (2011) ist eine zentrale Arbeit der Ausstellung. In der Fotoserie hat Fazal Sheikh (*1965) in Luftaufnahmen festgehalten, was aus dem Negev wurde. Statt der blühenden Wüste, die Israels Premier Ben-Gurion versprochen hatte, sieht man militärische Sperrgebiete und giftige Phosphatminen. Die Beduinen wurden vertrieben. Der Krieg gegen die Nomaden ist auch ein Krieg gegen die Natur. Ganz ähnlich verhält es sich in Brasilien. Die Fotografin Claudia Andujar (*1931) konnte die Verwüstungen, die der illegale Bergbau im Amazonasbecken verursacht, nur von einem…
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