Biennalen · von Jens Rönnau · S. 266
Biennalen , 2009

Seung-Hyun Ko

Ich kann mit meiner Kunst die Natur zu den Menschen bringen.

Ein Gespräch mit Jens Rönnau

Seung-Hyun Ko wurde 1956 in Gongju geboren. Neben Ausstellungen in Korea waren seine Werke vor allem in Japan zu sehen sowie in Deutschland, England und Estland. Seit der Gründung der Naturkunstgruppe YATOO 1981 ist er deren Herz und Kopf.

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Du bist einer der Gründer von Yatoo. Was hat dich auf die Spur der Naturkunst gebracht?

Als ich ein Kind war bestand mein Leben aus Schule und Natur. Meine Kindheit verbrachte ich am Yemincheon, einem kleinen Fluss in Gonju. Ich spielte am und im Fluss, fing Fische, Krabben usw. Noch immer denke ich an diese Zeit in der Natur. Während der Highschool- und Universitäts-Zeit vergaß ich die Natur. Für einen Studenten der Highschool und der Universität in Korea heißt es, dass er tagein, tagaus lernen muss, die Zeit ist total ausgefüllt mit Bücher lesen und lernen. Diese Zeit war sehr schlecht für mich, weil ich keinen Kontakt zur Natur hatte. Aber nach Universität und Armee wurde mir klar, dass mir etwas fehlt. Ich kam nach Hause und traf Dong-sik Rim, ebenfalls einen Künstler aus Gongju. Wir saßen zusammen und spazierten durch die Natur. Unsere Diskussionen kreisten um Fragen wie: was ist Kunst? Was ist Natur? Auch Fragen über unsere eigene Arbeit wurden diskutiert. Das Thema Natur wurde sehr wichtig und gleichzeitig kehrte ich zu einem natürlichen guten Leben zurück.

War das damals so einfach möglich?

In dieser Zeit war Seoul weit weg von Gongju. Es gab zwar Straßen aber…

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