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Ausstellungen: Bonn · S. 351 - 351
Ausstellungen: Bonn , 1983

Internationale künstlerischer Sprachen

“Egal, Hauptsache gut!”
Weiträumige Jubiläumsausstellung in Bonn

Zwanzig Jahre Deutsch-Französisches Jugendwerk, das bietet Anlaß zu feiern und sich selbst Rechenschaft abzulegen über die Vielfalt der Aktivitäten. Zwar begann der Künstleraustausch zwischen den Vertragspartnern erst 1975 mit dem ersten gemeinsamen Symposium, der Austausch von Stipendiaten erst ein Jahr später. Doch kann man heute schon auf eine Förderung von mehr als 150 Künstlern zurückblicken. Quantität ist zwar kein Kriterium zur Kunstbeurteilung. Doch eine so hohe Zahl von Künstlern, die in so kurzer Zeit in den Genuß der Förderung durch Arbeitsstipendien im je anderen Partnerschaftsland – für Franzosen in Deutschland, für Deutsche im französischen Staatsgebiet (einschließlich Martinique!) – durch Teilnahme an thematisch eingegrenzten Symposien oder durch Stipendiatenausstellungen gelangten, ist überwältigend und spricht für Engagement.

Wer den Versuch unternahm die über ganz Bonn verteilte Ausstellung unter dem bewußt lapidaren Motto “Egal, Hauptsache gut!” zu erwandern, mit den Augen zu erfassen und dann auch noch geistig-emotional zu verkraften, wußte was er geleistet hatte: Eine physischpsychische Tour durch die jüngste Geschichte und unmittelbare Gegenwart der Kunst. Das Rheinische Landesmuseum und das Frauenmuseum zeigten den überwiegenden Teil der Geförderten. Klein und präzise war die Auswahl in den Avantgardegalerien Klein und Magers. Eine intime Schau vornehmlich fotografischer Arbeiten zeigte das Kunstmuseum im Ernst-Moritz-Arndt-Haus. Mehr schlecht als recht die Präsentation im Kulturforum. Verantwortlich für die Verteilung war ein Ausstellungskomitee aus Vertretern aller beteiligten Institutionen.

Mochte die Ortsverteilung dem Besucher auch Mühe machen: Um auch nur ein wenig Distanz zu gewinnen angesichts solcher Künstlerzahlen und -werke, war sie konsequent. Mehr noch, weil…

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