Titel: Kunst und Spiel II · von Mathias Fuchs · S. 36
Titel: Kunst und Spiel II , 2005

Kunst und Spiel II

Herausgegeben von Dieter Buchhart und Mathias Fuchs

Spätestens seit Marcel Duchamp haben sich zahlreiche KünstlerInnen mit Spielen, Spielmechanismen, Spielästhetik und Spielstrategien beschäftigt. Von Duchamps Behauptung, dass alle Schachspieler Künstler seien, über Öyvind Fahlströms Spiel-Bilder bis hin zu partizipativen Werken und digitalen Computerspielen reichen die künstlerischen Auseinandersetzungen mit dem Spiel. Seit Mitte der 1990er Jahre lässt sich, angetrieben von der Hochkonjunktur der elektronischen Spiele, eine verstärkte Auseinandersetzung mit Spielen in der zeitgenössischen Kunst feststellen. Aus diesem Grund ist der zweite Band zum Thema Kunst und Spiel nach der Aufbereitung und Diskussion der Grundlagen und Rahmenbedingungen und dem Aufzeigen von Entwicklungen und Tendenzen im ersten Themenband verstärkt den konkreten künstlerischen Positionen gewidmet.

Rainer Fuchs gibt in seinem Artikel einen auf die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts fokussierenden historischen Abriss von Spielen in der Kunst. Demgegenüber konzentrieren sich die Ausführungen von Anna Karina Hofbauer auf Öyvind Fahlström als eine der Schlüsselfiguren in der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Spiel. Wie zahlreich die Blickwinkel, Ansatzpunkte und visuellen Umsetzungen der zeitgenössischen künstlerischen Praxis sind, belegen die umfassenden Artikel von Petra Schröck zur Ästhetik von Spielfiguren in der Kunst und ihr Verhältnis zur Populärkultur, Olly Farshis Essay zu Klangspielen sowie die Abhandlungen von Margarete Jahrmann zu Internetspielen und Dieter Buchharts Ausführungen zum Umgang von KünstlerInnen mit der Simulation von Tod und Gewalt im Spiel. Exemplarisch wurden die künstlerischen Ansätze von Andreja Kuluncic, der Künstlergruppe fur und Natalie Bookchin aufgrund deren konsequenten Beschäftigung mit elektronischen Spielen ausführlich vorgestellt. Ebenso dienen die Interviews mit Christian Jankowski, Jeppe Hein…

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