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Magazin: Symposien & Kongresse · von Gerhard Johann Lischka · S. 348
Magazin: Symposien & Kongresse , 1986

Gerhard Johann Lischka
Künstlerphilosophen

Zum 20jährigen Bestehen der einzigen deutschsprachigen Kunstschule der Schweiz, der F&F (Farbe und Form), fand im Kunsthaus Zürich vom 9.-11. Juni ein Symposion unter dem Titel „Künstlerphilosophen“ statt. Angeregt wurde dieser Titel durch Diskussionen, die wir mit Peter Gente und Peter Weibel während der letzten Jahre führten. Es ging dabei immer um die Frage, wie man denn heute noch Theorie betreiben könne, und dabei zum einen nicht an das alte Problem der Wahrheitsfindung und somit einer verbindlichen Systematik stoße, zum anderen aber auch nichtliterarische, also Bild- und Tonproduktionen in die Arbeit einschließen könne. Dabei tauchte die Bezeichnung Künstlerphilosoph auf, wie sie Nietzsche vorgeschlagen hatte.

Adelheid Paris, Peter Gente
Denken wird immer wieder von Neuem in diesem Theater gespielt.

Peter Gente, zusammen mit Adelheid Paris, die Merve Verleger brachten erst kürzlich das Buch „Der Künstler-Philosoph“ von Jean-Noel Vuarnet in einer Übersetzung heraus (Paris 1977). Seit Jahren publizieren sie in ihrem Programm Künstlerphilosophen oder Philosophenkünstler, weshalb sie die idealen Leute waren um eine Einführung zu gestalten. Sie lassen eine Textcollage der Autoren ihres Verlages und ließen später noch Cassetten laufen, die mit Text und Ton eine Gedankenwelt eröffneten, aus der sich die Zuhörer selber herauspicken konnten, was ihnen gefiel. Büchermachen ist für die beiden eine Durchgangsstation zur Anregung des Denkens. Sie streben danach, das Leben zum Kunstwerk zu machen, eine Entgrenzung des Kunstbegriffs in andere Bereiche zu verfolgen.

G.J. Lischka
Superästhetik – Wilde Ästhetik

Mein Anliegen war es eine mögliche aktuelle Ästhetik vorzustellen. Dabei verwende ich zur Benennung einer machtorientierten Massenästhetik den Begriff…


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von Gerhard Johann Lischka

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