Ausstellungen: Mönchengladbach · von Thomas W. Kuhn · S. 350
Ausstellungen: Mönchengladbach , 2011

Thomas W. Kuhn

Evelyne Axell 1964 -1972

»Axelleration«

Museum Abteiberg, Mönchengladbach, 3.7. – 3.10.2011

Künstlerin Evelyne Axell, die 1935 im belgischen Namur geboren wurde. Die aktuelle Schau mit über 60 Werken ist dabei aus einer kleinen, knapp zehn Werke umfassenden Ausstellung hervorgegangen, die Dirk Snauwaerts Ende 2010 im Brüsseler Kulturzentrum WIELS präsentiert hatte. Die Ausstellung war anschließend von April bis Juni im Hamburger Kunstverein zu sehen und legte ihren Fokus auf die explizit politischen Bilder Evelyne Axells.

Für die Konzeption der Retrospektive „Axelleration“ holte die Gladbacher Museumsdirektorin Susanne Titz Katharina Hohenhörst hinzu, die sich durch ihren längeren Aufenthalt in Brüssel intensiv in das Privatarchiv von Jean Antoine einarbeiten konnte. Seit dem plötzlichen Unfalltod der Künstlerin 1972 bewahrt er ihren Nachlass auf. Der belgische Filmemacher war seit 1956 mit Evelyne Devaux verheiratet, die im Lauf ihrer Karriere den geschlechtsneutralen Künstlernamen Axell annahm.

Ursprünglich arbeitete Evelyne Axell erfolgreich als Schauspielerin und Fernsehmoderatorin im belgischen Fernsehen. Der Beendigung ihrer Laufbahn als Schauspielerin ging 1963 der Film „Le Crocodile en peluche“ voraus. Sie schrieb am Drehbuch mit, spielte die Hauptrolle, während ihr Mann Regie führte. Der Film handelt vom Tabu der Liebe zwischen einer Europäerin und einem Afrikaner. Durch ihren Mann, der ab 1964 drei Filme über die englische und US-amerikanische Pop Art drehte, kam auch Evelyne Axell in Berührung mit einer Reihe von Künstlern dieser Szene. Sie begann, ebenfalls vermittelt über Jean Antoine, ein einjähriges Privatstudium bei René Magritte und war nun selbst als bildende Künstlerin tätig.

In den acht Jahren ihres künstlerischen Schaffens arbeitete Evelyne Axell mit einer ganzen…

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