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Titel: 50. Biennale Venedig · von Thomas Wulffen · S. 48 - 48
Titel: 50. Biennale Venedig , 2003

Fragebogen an die Kuratoren der Biennale Venedig

Gibt es eine gemeinsame Sprache der zeitgenössischen Kunst?

Dass Kunst ein Forum für eine gemeinsame oder universale Sprache ist, ist ein altes idealistisches Begehren. Historisch gesehen wurde dieses Begehren auf Schritt und Tritt zunichte gemacht. Dazu muss man zum Beispiel nur den Weg der geometrischen Abstraktion am Beginn des 20. Jahrhundert verfolgen. Lass uns einfach sagen, dass Kunst verschiedene Sprachen hat.

Was ist die Funktion von großen Kunstausstellungen wie der Documenta oder der Biennale Venedig am Beginn des 21. Jahrhunderts?

Staatliche Politik hat die Funktion derartiger Ausstellungen zu Beginn bestimmt und sie bestimmt sie jetzt auf unterschiedliche Weise und sie wird dies auch in der Zukunft tun.

Die unterschiedlichen Zugänge zur zeitgenössischen Kunst sind in dieser 50. Biennale Venedig ohne Vergleich. Ist eine derartige Herangehensweise abhängig von dem verantwortlichen Kurator oder ist sie verbunden mit der Unmöglichkeit einer allgemeinen Beschreibung?

So viele Menschen, so viele nationale und transnationale Perspektiven.

Wie ist Ihre spezifische Beschreibung in Ihrer/ihrer eigenen Ausstellung bezogen auf eine allgemeine Darstellung der Kunst und der Welt? Gibt es Beziehungen zwischen anderen Veranstaltungsorten der 50. Biennale Venedig, insbesondere zur Hauptausstellung?

“Utopia Station” greift auf spezifische Weise in den Fluss der Welt ein. Ihre Absicht jedoch ist es, ein Treffpunkt zu sein.

Beeinflusst eine postkoloniale Situation die Kunst und deren Darstellung in Ausstellungen?

Das ist abhängig von der konkreten Ausstellung und dem Publikum, für das sie bestimmt ist.

Kunst steht mit der Ökonomie in Verbindung wie die Ökonomie mit Kunst. Brauchen wir ein Heilmittel dagegen und kann die Kunst…

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