Ausstellungen: Gladbeck · von Claudia Posca · S. 236
Ausstellungen: Gladbeck , 2016

Claudia Posca

Martin Kobe

»Syntax«

Neue Galerie Gladbeck, Gladbeck, 29.1. – 1.4.2016

Diese Thematik ist Dauerbrenner gegenwärtiger Diskussionen, vor allem, aber nicht nur, seit Flüchtlinge Schutz bei uns suchen: Wie wir leben wollen, wie wir leben werden. Im Fokus: die Frage nach Wohnraum, der Blick auf Architektur, Urbanität und Grün-Reservat in Stadt und Land, in Alltag, Politik und Kultur. Die Frage drängt, sich auseinanderzusetzen mit dem Mächtig-Wandel von Euroland und globalisierter Welt.

Ausstellungen nah dran am Puls der Zeit kommentieren Wichtiges dazu in eigener Form und Gestalt. So, wie die „Neue Galerie Gladbeck“. Seit 2009 ist sie im neuen, 190 Quadratmeter großen, minimalistisch-eleganten White Cube und sehr spezieller Architektur-Beton-Ästhetik ansässig. Mit „Constructed Landscapes“ (2010), mit „Windows on the world“ (2010) oder auch mit „Häuser und Schatten“ (2012) hat das ambitionierte Haus seismographische Präsentationen gestemmt, weit über die Kunstlandschaft des Reviers hinaus wirksam.

Jetzt hat der 1973 in Dresden geborene Martin Kobe das Sagen. Seine „Syntax“ (!) titelnde Ausstellung liefert malerische Dekonstruktionen von Raum und Haus in Acryl auf Holz oder Leinwand. Innen und Außen und Wirklichkeit finden sich darin fragmentiert, zerfetzt jeder Zusammenhang, auch Horizont und Perspektive. Entstanden ist der Überblickstiftende Ausstellungsparcours in den Jahren zwischen 2008 bis ´16. Der Mann ist Meisterschüler von Arno Rink (2000-2003), erhielt 2004/05 das Karl Schmidt-Rottluff-Stipendium, 2007 eine umfangreiche Einzelausstellung in den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden („The Centre Cannot Hold“). Und beeindruckt mit selbstbewusster Interpretation der Neuen Leipziger Schule, Neo Rauch deren Shootingstar.

Alles, außer irdisch, ist Martin Kobes, mit der Präzision eines Uhrwerks funktionierende, Malerei, eine Erfindung beträchtlicher Eiszeit von…

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