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Ausstellungen: Köln · S. 307 - 307
Ausstellungen: Köln , 1988

Amine Haase
Matthias Wagner K.

Remember Frank R. Morris
Galerie Jürgen Offermann

„Rember Frank R. Morris“ – so rätselhaft wie dieser Aufruf ist, sich zu erinnern, so verschlüsselt sind auch die Bilder dieser Erinnerung selbst. Matthias Wagner K. hat in der Galerie von Jürgen Offermann drei Folgen eines Memorials installiert, die für jeden Betrachter unterschiedliche Marksteine der Rückbesinnung bedeuten mögen. Erinnern als Aktion unseres Gedächtnisses ist gefordert; war doch die Präsentation in drei Abschnitte gegliedert, zu unterschiedlichen Zeiten dargeboten und nur rückblickend wieder als ein Erlebnis zusammenzufügen. Die Geschichte des Frank R. Morris, so wie Wagner sie uns nahebringt, würde es verdienen, einmal nicht in Fortsetzungen erzählt zu werden, sondern an einem Platz Überschaubar zu sein.

Schließlich geht es um Raum und Zeit, die untrennbar miteinander verbunden sind. Es ist ein Beweis für die Eindringlichkeit der Bilder, daß man die drei Stationen einer Ausstellung durchaus als Einheit, als Progression, als einsehbares Ganzes begreifen kann. Dabei legen die drei Raum-Bilder nicht auf eine eindeutige Interpretation, eine eindimensionale Abfolge des Vorgestellten fest. Jeder Raum ist ein Zeichen, dessen Bedeutung der Betrachter, der Wanderer in jeder einzelnen dieser Bildwelten, für sich feststellen kann. Es kann also eine optimistische Geschichte sein, die diesen „Remember Frank R. Morris“ heraufbeschwört; es kann aber auch eine völlig ausweglose sein. Wer sie „nacherzählt“ gibt mehr von sich selber preis als vielleicht der Künstler, der sie erfunden hat, sie materialisiert, den Schlüssel aber zu ihrer Deutung für sich behält – obwohl er die verschiedenen Vorlagen für unsere Phantasie anbietet.

Diese Art der Herausforderung…


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