Gespräche mit Kunstvermittlern · von Uta M. Reindl · S. 399
Gespräche mit Kunstvermittlern , 2005

UTA REINDL

Migration.

Interview mit Kathrin Rhomberg, Der Direktorin des Kölnischen Kunstvereins, über das Forschungsprojekt zur Migration, das im Kölnischen Kunstverein zur Ausstellung kommt (1.10.2005 Bis 15.1.2006)

Nach drei Jahren Direktorin des Kölnischen Kunstvereins und seit diesem Jahr ausgezeichnet mit dem Kunstpreis der Art Frankfurt: Wie resümieren Sie Ihre Arbeit?

Wir haben in den letzten Jahren trotz der schwierigen Situation, die durch den Abriss des alten Kunstvereinsgebäudes entstanden ist, versucht, ein klar strukturiertes und qualitativ hochwertiges, internationales Ausstellungsprogramm zu etablieren und dieses auch mit entsprechenden Informationen zu begleiten. Wir wurden aber nicht nur deshalb ausgezeichnet, sondern auch wegen unseres Engagements für die Fünfziger-Jahre- Architektur des „Brücke“-Gebäudes, in dem wir den Kunstverein neu installiert haben. Mit der Wiederinstallierung des Kunstvereins wollten wir auch einen Ort schaffen, wo Künstler zu Hause sind, wo Vorträge laufen, Filme zu sehen sind und wo man über das Umfeld künstlerischer Produktion nachdenkt. Der Preis würdigt uns somit auch als Modell.

Als Modell auch für das aktuelle Großprojekt über Migration?

Innerhalb Deutschlands ist das durchaus ein Pionierprojekt, weil wir nachhaltig mit einem Thema arbeiten, das bislang in Deutschland nur unzureichend diskutiert und sichtbar gemacht wurde. Insofern hat sich da eine Kontinuität unserer Ausstellungsprogrammierung der letzten zwei drei Jahre ergeben. Ungewöhnlich ist das Projekt aber in der Ausstellungsgeschichte des Kölnischen Kunstvereins, da es multidisziplinär angelegt ist und folglich Kunst, Wissenschaft und Sozialgeschichte in einem Projekt zusammenführt. Es handelt sich dabei um ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes, die mit Beginn ihrer Arbeit ab 2002 Migration als eines ihrer zentralen Themen definiert hat. Von Anfang…

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