Nachrichtenforum: Museen & Institutionen , 2014

Am 30. März 2014 endet die Ausstellung „Emil Noldes späte Liebe. Das Vermächtnis an seine Frau Jolanthe“. Dann schließt nach sechs Jahren die Dependance des Seebüller Nolde-Museums am Berliner Gendarmenmarkt. Emil Nolde (1897-1956) hatte seit 1905 die Winter regelmäßig in Berlin verbracht. In Seebüll/Holstein ist im früheren Wohnhaus Noldes ein Museum eingerichtet. Der Künstler hatte dieses Haus 1927 in Anlehnung an den Bauhaus-Stil selbst entworfen und im Erdgeschoss sein Atelier betrieben. Christian Ring, Direktor der Nolde-Stiftung, will anstelle der jetzt schließenden Berliner Dependence das Seebüller Ausstellungshaus zu einem Forschungszentrum weiter entwickeln.

Der Stiftungsrat der Stiftung Preußischer Kulturbesitz gab grünes Licht für den Bau eines 130 Mill. Euro teuren Museums der Moderne Berlin. Es soll einer räumlichen Erweiterung der Neuen Nationalgalerie dienen und auch die Sammlung Pietzsch mit dem Schwerpunkt Surrealismus aufnehmen. Voraussetzung ist allerdings eine Aufstockung des Bauetats der Stiftung. Diese Aufstockung müssen die neue Bundesregierung und der Bundestag genehmigen.

Im Londoner Victoria and Albert Museum befindet sich aus dem Nachlass der Witwe eines 1941 aus Wien geflohenen Buchhändlers die einzige vollständige Inventarliste, die ab 1937 vom damaligen Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda über die sogenannte „Entartete Kunst“ erstellt wurde. Auf 479 Seiten enthält die Liste Hinweise in alphabetischer Reihenfolge über die Museen, bei denen Werke beschlagnahmt wurden, und geordnet nach Künstlernamen ebenso Informationen über die Werke und ihren Verbleib. Das Victoria and Albert Museum veröffentlicht die Liste ab Ende Januar 2014 auf seiner Homepage und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Provenienzforschung./

Die Finanzplanung des Landes Berlin sieht für 2014/2015 zunächst…

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