Titel: 51. Biennale Venedig , 2005

Thomas Wulffen

Nach dem Rundgang:

Notizen zu Künstlern

Die Seitenzahlen verweisen auf die Bilder des Rundganges im Heft

GHADA AMER Der unaufmerksame Besucher kann in Gefahr geraten, den Yin Yang Garten von Ghada Amer zu übersehen. Das ist umso bedauerlicher, weil er hier eine Künstlerin vor sich hat, die aus einem nicht europäischen Kontext kommt. Ghada Amer wurde 1963 in Kairo geboren, studierte an der Ecole de Beaux Arts in Nizza, an der School of the Museum of Fine Arts in Boston sowie am Institute des Hautes Etudes en Arts Plastiques in Paris. Seit 1996 lebt sie in New York.

Person und Werk sind Belege für ein Missverständnis, dass beide Kuratoren teilen: Schon auf der Pressekonferenz in Berlin hatte Maria de Corral davon gesprochen, dass die wesentlichen künstlerischen Werke nichteuropäischer Kunst vor allem in den Metropolen Europas und Nordamerikas hergestellt werden. Im Falle von Ghada Amer gilt noch nicht mal das, wenn das Studium schon auf europäischen Boden stattgefunden hat. Bekannt wurde Ghada Amer mit ihrer Malerei aus Mini-Pornos. Genauso versteckt wie ihre Zeichnungen auf den Bildern ist der Yin und Yang Garten auf der Biennale. Lohnte sich nähere Betrachtung damals, so ist das heute eher fraglich. (>.S.156)

THE CENTRE OF ATTENTION Die erste Begegnung mit ‚The Centre of Attention‘ war etwas verstörend. In einer großen Koje lag auf einem länglichen Podest eine männliche Figur. Der erste flüchtige Eindruck glaubte so etwas wie eine lebensechte Skulptur wahrzunehmen wie jene von Duane Hanson. Beim nächsten Vorbeilaufen aber lag auf…

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von Thomas Wulffen

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