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Magazin: Museen & Institutionen · S. 327 - 326
Magazin: Museen & Institutionen , 1986

Christoph Schenker
Neue Kunsthallen in der Schweiz

Letztes Jahr wurden in Zürich und in St. Gallen je ein „Verein Kunsthalle“ gegründet. Der Verein Kunsthalle Zürich hat zum Ziel, über das unmittelbar Aktuelle, noch in Diskussion stehende internationale Kunstschaffen zu informieren und darin das Kunsthaus Zürich zu entlasten, welches diese Aufgabe bisher doch nur bruchstückhaft hatte wahrnehmen können. Die zukünftige Kunsthalle Zürich sollte der Leistung nach den Kunsthallen in Basel und Bern gleichkommen, so wie es zuvor die Halle für internationale neue Kunst (InK, Zürich) vermochte, welche 1981 hatte schließen müssen. Die Kunsthalle Zürich wird voraussichtlich leider erst um 1990 in die Reithallen der ehemaligen Kaserne in der Stadt einziehen können. Bis dieser definitive Standort belegt werden kann, will der Verein alljährlich mit rund zwei Ausstellungen unter verschiedenen Gastkuratoren an die Öffentlichkeit treten. Die erste und bisher einzige Ausstellung im letzten Januar konzipierte Mendes Bürgi mit Werken der drei Schweizer Künstler John Armleder, Helmut Federle und Olivier Mosset in den Räumen der Galerie Emmerich-Baumann, Levi & Co.

Der Verein Kunsthalle St. Gallen wurde in Eigeninitiative einiger junger Kunstschaffender ins Leben gerufen, im Bestreben, die Region Ostschweiz (mit ihrem nicht zu unterschätzenden Einflußbereich nach Österreich und Süddeutschland, insbesondere München) kulturell zu aktivieren. Da das St. Galler Kunstmuseum seit über zehn Jahren geschlossen blieb und dessen Sammlung nur partiell zugänglich ist (Wiedereröffnung nach der Renovation im Herbst 1987) und der Kunstverein St. Gallen in Katharinen nur beschränkt aktiv sein kann (mit einer bedeutenden Ausstellung von Wolfgang Laib Ende 1985), sind es hauptsächlich der neue Verein…


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