Ausstellungen: Zugspitze · von Jörg Restorff · S. 402
Ausstellungen: Zugspitze , 1995

Jörg Restorff

Stephan Balkenhol

»Meerjungfrau«

Galerie der Bayerischen Zugspitzbahn, 1.7. – 22.10.1995

Was lockt eine veritable Meerjungfrau aus den Tiefen des Ozeans auf die Zugspitze? Diese Frage hat sich wohl manch einem Besucher gestellt, der in diesem Sommer Deutschlands höchsten Gipfel bezwang. Oben angelangt, widerfuhr ihm dort eine Begegnung der besonderen Art, ein kurioses Rencontre mit einer ausgewachsenen Nixe. 2964 Meter über dem Meeresspiegel war das Fischweib in einem luftigen Ausstellungsraum der vor zwei Jahren neu errichteten Gipfelstation der Zugspitze gestrandet. Stephan Balkenhol (37), Professor für Bildhauerei an der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe, hat sie in Holz geschnitzt, aus einem über 4 Meter großen Baumstamm. Die ungewöhnliche Figur ist der Auftakt zu einem alpinen Ausstellungsprogramm, das die Bayerische Zugspitzbahn AG, Garmisch-Partenkirchen in Zusammenarbeit mit dem Leiter der Kunsthalle Nürnberg, Lucius Grisebach, und dem Nürnberger Künstler Werner Knaupp entwickelt hat.

Die bisherigen, auf einen breiten Zuspruch angelegten Zugnummern der Zugspitze – Rundreisen mit Zahnrad- und Seilbahnen, „4-Länder-Fernsicht“ oder „Skiarena und Funpark“ -, durch welche der Berg zum Tourismusmagnet und Erlebnisgipfel geworden ist (jährlich kommen eine halbe Million Besucher aus aller Welt), erfahren durch das Projekt „kunstaufderzugspitze“ eine eigenwillige und anspruchsvolle Ergänzung. Für die Zukunft ist geplant, pro Sommer- und Wintersaison je eine Ausstellung mit zeitgenössischer Kunst zu zeigen. Im Anschluß an die Balkenhol-Ausstellung wird eine Arbeit des englischen Bildhauers Tony Cragg gezeigt.

Mit dem Engagement von Stephan Balkenhol, der 1976 bis 1982 an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei dem Steinbildhauer Ulrich Rückriem studiert hat und heute in Karlsruhe und Meisenthal (Lothringen) lebt, hat die Bayerische…

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