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Gespräche mit Künstlern · von Heinz Schütz · S. 228 - 237
Gespräche mit Künstlern , 2008

Nikki S. Lee
Wer ist Nikki Lee?

Personale Identität als Konstruktion
Ein Gespräch von Heinz Schütz

Ein sehr alter, durchaus bereits vor Shakespeare kursierender Topos stellt fest, dass die Welt Bühne und die Menschen Schauspieler seien. Die Welttheatermetapher provoziert indirekt die Frage nach dem Realen, also nach dem, was jenseits der Bühne ist und dem, was der Mensch ist, wenn er nicht als Schauspieler agiert. Im Postmodernmus mit seiner Behauptung multipler Identitäten hat sich die Frage zunehmend ihrer Beantwortung entzogen.

Seit Mitte der neunziger Jahre setzt sich die in Korea geborene und heute in New York lebende Künstlerin Nikki S. Lee mit der Konstruktion personaler Identität auseinander. Ihre Fotoserien werden für sie zum Experimentierfeld für wechselnde Identitäten. Sie begibt sich in die unterschiedlichsten sozialen Kontexte und agiert dort für einige Zeit als Teil einer spezifischen, durch ihre kulturelle Herkunft oder durch ihre spezifischen Interessen definierte Gruppe. In ihrer jüngeren Serie „Part“ konzentriert sich Lee auf die bei intimeren Beziehungen entstehenden Identitätskonstruktionen, wobei die Imagination des Fotobetrachters zunehmend mit ins Spiel gebracht wird. In ihrer jüngsten Serie verlässt sie den Boden der aktiven Selbstkonstruktion. Sie lässt sich von Straßenmalern, denen sie in verschiedenen Ländern begegnet, porträtieren und überlagert die verschiedenen Zeichnungen zu einem kulturspezifisch geprägten vielschichtigen Nikki-Bild. Dabei erweist sich, dass auch der Blick von außen auf den Anderen nicht eine, sondern verschiedene Personen erzeugt. Auf dem letzten Berlin Filmfestival wurde ihr autobiographisches Doppelportät „”a.k.a Nikki S. Lee”“ als Beitrag gezeigt.

In Ihren früheren Fotoserien zeigen Sie sich in den unterschiedlichsten sozialen Kontexten. Dabei treten Sie etwa als Punk oder als Yuppie, als Hispanic, als Schulmädchen oder als Tänzerin auf. Auf den Fotos werden Sie zu einem selbstverständlich erscheinenden Teil des jeweiligen sozialen Umfeldes. Wer die Fotoserien betrachtet, weiß am Ende nicht, wer Nikki S. Lee ist, wie sie aussieht, welcher sozialen Gruppe sie angehört, ob sie Asiatin oder Lateinamerikanerin, ob sie jung oder alt ist. Ihre Rollenwechsel und Verkleidungen sind perfekt. Inwieweit handelt es sich bei Ihren Auftritten in den verschiedenen Milieus um Schauspielerei?

NSL.: Die Sache ist die, dass sich meine Identität eigentlich nicht ändert. Ich verfüge, so könnte man sagen, über eine Identität, die verschiedene Charaktere einschließt. Im Zentrum meiner selbst bleibe ich immer die gleiche. Aus diesem Zentrum leite ich praktisch die anderen Charaktere ab. Sie sind wie Satelliten, die um das gleiche Zentrum kreisen. Einen dieser Charaktere lasse ich in den Vordergrund treten und verstärke damit das, was in mir angelegt ist. Auf der einen Seite handelt es sich bei diesem Vorgang nicht um Schauspielerei, auf der anderen Seite wiederum doch. Es vermischen sich gewissermaßen Schauspielerei und Nichtschauspielerei. Und das ist nicht nur bei mir so. Manchmal entwickeln die Menschenin ihrem Leben immer wieder darstellerische Qualitäten. Wenn man etwa mit jemanden das erste Date hat und mit ihm erstmals ausgeht, dann möchte man besonders beeindrucken und beginnt gewissermaßen auch zu schauspielern, trotzdem würde man nicht sagen, dass es sich hier um Schauspielerei handelt. Für mich ist der Vorgang mit meiner Arbeit vergleichbar. Auf der einen Seite bin ich mir bewusst, dass ich mich in einer Vorstellung bewege und schauspielere, auf der anderen Seite vergesse ich das aber auch vollständig und es wird mir zur Selbstverständlichkeit, die Person dann zu diesem Zeitpunkt zu sein. So macht für mich die Unterscheidung schauspielern oder nicht schauspielern keinen richtigen Sinn.

Möglicherweise ist es ja auch weniger die Schauspielerei als die äußere Erscheinung, das Styling, das Make up, die Frisur und insbesondere die Kleidung, die Sie als eine andere Person erscheinen lassen?

Ja, die Kleidung gibt die Richtung vor, welche Haltung man einnimmt und wie man sich verhält. Wenn ich mich im Alltag sehr feminin kleide, zieht das auch ein bestimmtes Verhalten nach sich. Ich kann mich dann nicht wild bewegen, sondern muss mich, wie es die Kleidung erlaubt, eher vorsichtig und dezent verhalten, weil die Kleidung dem Körper bestimmte Grenzen auferlegt. Der Grund, warum etwa Arbeiter weite Hosen tragen, ist, dass sie sich darin frei bewegen können. Manchmal denke ich auch, dass das Verhältnis der Kleidung zur Physis Auswirkungen auf die Psyche hat und dass man handelt, wie die Kleidung es dem Körper vorschreibt.

Die Kleidung vermag nicht nur das Verhalten zu verändern, sondern auch Gefühle und Einstellungen?

Ja, weil durch die Kleidung dem Körper einfach eine physikalische Realität hinzugefügt wird. Punks etwa tragen häufig Kleidung aus Leder. Das Rohe des Leders verleiht auch dem Körper ein Stück Grobheit. Der Körper reagiert physikalisch und die Einstellung ändert sich, könnte man sagen, über den Körper.

Spielt aber letztlich nicht das soziale Umfeld eine entscheidende Rolle für Ihr eigenes Verhalten und insbesondere auch für den fotografischen Eindruck? Es ist beeindruckend, wie Sie sich in die unterschiedlichsten sozialen Kontexte hineinbegeben. Wissen die Beteiligten, die auf den Fotos zu sehen sind, dass Sie auch andere Rollen einnehmen und Künstlerin sind?

Ja, ich stelle mich von Anfang an als Künstlerin vor und spreche darüber, was ich vorhabe und dass ich Schnappschüsse aufnehmen werde. Aber irgendwie vergessen das die Leute später wieder. Es gibt in New York so viele Künstler, die sich vorstellen und sagen ich bin ein Künstler. Die Leute denken, ja gut und wenn schon, was ist daran besonderes. Ich tanze etwa mit ihnen Swing und hänge gemeinsam mit ihnen ab. Nach einiger Zeit vergessen sie wer ich bin, da ich einfach zum Teil ihrer Umgebung werde. Sie sehen in mir dann einfach die Swingtänzerin und nicht die Künstlerin.

Das heißt, sie treffen sich nicht nur zum Fotoshooting, sondern verbringen auch eine Menge Zeit miteinander?

Ja, ja.

Wer macht die Fotos?

Ich gebe die Kamera meiner Freundin, die keine professionelle Fotografin ist. Ich möchte verhindern, dass meine Fotos professionell aussehen. Anfangs habe ich die Fotokomposition so gut wie überhaupt nicht kontrolliert. Ich habe zu meiner Freundin gesagt, mach´ einfach ein Foto von mir, aber schneide meinen Kopf nicht ab, schau´ einfach, dass ich im Bild bin. Ich bevorzuge für meine Bilder eine eher arme Ästhetik.

Um mehr Authentizität zu erreichen?

Ja, gewissermaßen. Inzwischen allerdings kontrolliere ich die Situation oder besser: ich kontrolliere das Bild mehr. Auch wenn ich die Fotos nicht selbst aufnehme, weiß ich bereits, wie das Bild aussehen wird, wenn ich sehe, wie meine Freundin die Kamera hält oder wie sie sich selbst positioniert.

So bestimmen Sie die Komposition gewissermaßen von außen mit?

Ja ich kontrolliere das Bild, auch wenn ich es nicht selbst aufnehme. Gewöhnlich schätze ich die meist langweilige Qualität der Schnappschüsse.

Sie haben die Serie 1997 begonnen. Hat das Thema Identität und der Wille zur Inszenierung auch damit zu tun, dass Sie von Seoul nach New York übersiedelt sind? Führte dies möglicherweise dazu, dass sie Distanz zur Ihrer eigenen sozialen Rolle gewonnen haben, zu Ihrer Herkunft und dem damit verbundenen kulturellen Hintergrund?

Das erste Mal als ich nach New York kam, hatte ich nicht das Gefühl, dass sich meine Identität ändert, weil ich damals – wie so viele junge Koreaner – in New York einfach studieren wollte. Viele Koreaner – und nicht nur sie – gehen nach New York, um irgendwie freier zu sein. Das war bei mir nicht der Fall. Bevor ich meine Arbeit angefangen habe, dachte ich überhaupt nicht über Identitätsprobleme nach und ebenso wenig habe ich mich damals mit Minoritäts- oder weiblichen Rollenproblemen beschäftigt. Ich bin in Korea im Kontext einer Rasse und einer Kultur aufgewachsen. Es gibt in diesem Sinne keine Minoritäten in Korea. Darüber hinaus hat mich meine Familie immer so fair behandelt, dass ich keine Probleme hatte mit Männer- und Frauenrollen. Mich beschäftigte mehr die Frage, wie ich mich selbst als Künstlerin entwickle und ich begann mich dafür zu interessieren, was Identität im Westen und was sie im Osten bedeutet.

Insbesondere was die Bedeutung des Individuums anbelangt, gibt es und, mehr noch, gab es grundsätzliche Unterschiede.

Auch die Bedeutung, die dem Körper zukommt, ist sehr verschieden. Im Osten presst Du, wenn du Magenschmerzen hast, die Hände, weil hier die Vorstellung besteht, dass der Körper eine Ganzheit ist und alles miteinander verbunden ist. Das heißt, der Magen ist nicht nur mit sich selbst identisch ,sondern hängt mit den anderen Körperteilen und deren Funktionen zusammen. Die westliche Vorstellung des Körpers trennt den Magen weitgehend vom restlichen Körper ab, der Magen existiert hier, könnte man sagen, nur für sich selbst. Übertragen auf die personale Identität sagt der Westen: Ich existiere und ich bin ich selbst. Das Ich trennt sich hier von allem anderen ab. Der Osten bezieht die persönliche Identität immer auf den sozialen Kontext und anstelle des Ichs tritt das Wir. In meinem Projekt hat mich interessiert, gewissermaßen östliche und westliche Kultur zu kombinieren. So betrachte ich das Thema Identität immer in Bezug auf andere Menschen und nicht nur in Bezug auf mich selbst. Das unterscheidet etwa meine Arbeit von den Bildern Cindy Shermans, die sich in ihren Fotos einzeln und isoliert darstellt. Mir ging es darum, mich innerhalb einer sozialen Gruppe darzustellen und Identität in Abhängigkeit von den verschiedensten sozialen und kulturellen Kontexten zu reflektieren. Dieses Konzept habe ich, wenn man so will, der östlichen Kultur entlehnt und visuell mit dem westlichen Konzept, der Kultur von New York kombiniert.

Ihre Analogie von Körper und sozialer Gruppe, setzt voraus, dass beide als ein interfunktionales System betrachtet werden …

… das Herz existiert, weil auch die Leber existiert. Das Verhältnis von Körper und sozialer Identität beschäftigt etwa auch Matthew Barney, auch wenn seine Arbeit ganz anders ist als meine.

Sie sagten, als Sie nach New York kamen, haben Sie sich nicht für Minoritätsfragen interessiert. Gewissermaßen setzt sich die New Yorker Gesellschaft aus einer Unzahl von Minoritäten zusammen. Ganz anders als der Melting-pot-Mythos behauptet, stehen die einzelnen ethnischen und sozialen Gruppen weitgehend unverbunden nebeneinander. Diese Abtrennung wird auch in Ihrer Arbeit deutlich. Die einzelnen Gruppen erscheinen hier als abgegrenzte, mehr oder weniger homogene Gebilde ..

Allerdings nur unter dem Gesichtspunkt von Stereotypen.

… So gesehen, bildet sich denn doch New York in Ihrer Arbeit ab?

Ohne Zweifel liefert die Stadt die idealen Voraussetzungen für meine Arbeit. Wie Sie sagen, sind die irischen, die italienischen, die chinesischen, die lateinamerikanischen Ethnien voneinander getrennt, aber gleichzeitig unterstützen sie sich auch gegenseitig und das mach dann alles zusammen New York City aus. So hängt die Stadt schon auf gewisse Weise mit meinem Konzept von Identität zusammen. Sie stehen nebeneinander und sind doch miteinander verbunden. Es gibt das Crossover, aber auch das Insistieren auf ethnischer Differenz.

Um nochmals auf den Unterschied zwischen östlichen und westlichen Vorstellungen personaler Identität zurückzukommen. Die Entdeckung des Subjektes etwa in der westlichen Kunst erfolgt erst in der Neuzeit. Im Geniekult später kulminiert die Ichfixierung, das Ich erzeugt sich sozusagen selbst. Die Dominanz des Ich wird im Osten hingegen, zumindest in der Tradition, als Belästigung empfunden. Im öffentlichen Raum etwa in Seoul oder Tokyo findet man bis heute so gut wie keine Grafitti, mit denen sich der Einzelne den Anderen aufdrängt.

Für den Osten entsteht die Person interaktiv. Sie ist ein Produkt, das im Austausch zwischen dir und mir entsteht, meine Person wird durch eine andere Person konstruiert. Und tatsächlich ist das ja auch so. Ich ändere mich in Bezug auf diese oder jene Person. Die anderen Personen produzieren mich gewissermaßen. Das heißt, die Identität ist im Fluss, sie ist nicht fixiert, sondern in Bewegung. Das zeigt sich schon in ganz alltäglichen Begegnungen. Wenn ich zum Beispiel niedergeschlagen bin, kann sich bereits dann, wenn ich eine andere Person treffe, meine Stimmung verändern.

Der andere formt mich somit ständig mit.

Genau das interessiert mich.

So gesehen kann von einer „floating identity“ gesprochen werden?

In gewisser Weise. Man kann natürlich nicht vollständig seinen Charakter ändern, manche Leute sind sehr scheu, manche sehr extrovertiert. Trotzdem können zurückhaltende Personen plötzlich sehr gesprächig sein, das hängt auch vom Gegenüber und von den Umständen ab.

Sie beenden die Serie der Gruppenfotos im Jahr 2001. In ihrer Serie der beschnittenen Fotos tritt der persönliche Aspekt stärker in den Vordergrund?

Ich verwende nun Porträts aus den früheren Serien und transformiere sie mehr in die Richtung von intimeren Beziehungen. Ich habe festgestellt, dass ich, wenn ich mit A ausgehe anders reagiere, als wenn ich mit B ausgehe. Ich habe mich gefragt, warum? Eigentlich bin ich doch dieselbe Person und doch reagiere ich so verschieden. Die Serie ist nun affektiver, man bewegt sich, wenn man mit einer einzelnen Person ausgeht anders, als in einer Gruppe. Ich habe also Fotos verwendet, die auf eine persönliche Beziehung verweisen und habe dann die andere Person aus dem Foto herausgeschnitten, wobei noch einige Details wie etwa Hände oder Schuhe Rückschlüsse auf die andere Person zulassen. Letztlich möchte ich dadurch auch die Betrachter neugierig machen, so dass sie sich fragen, wer ist Nikki Lee? Die Frage entzündet sich auch an der Frage, wer ist die ausgeschnittene, abwesende Person?

Die Fotos tragen aber auch ein Moment von Aggression und Traurigkeit in sich, wird hier doch suggeriert, jemand der für die fotografierte Person, sprich: Nikki Lee, offensichtlich bedeutungsvoll war, wurde einfach, um die Erinnerung an ihn zu eliminieren, weg geschnitten. In Ihrem zum Berlin Filmfestival eingeladenen Film, tritt uns Nikki Lee als zwei verschiedene Personen entgegen.

Der Film handelt auch von Innen- und Außenansichten. So wie ich Sie kennen gelernt habe, denken Sie womöglich von sich selbst, dass sie lustig sind. Von außen betrachtet hingegen wirken Sie ernst intellektuell. Es gibt offensichtlich eine Kluft, zwischen dem, wie Sie sich geben und dem, was andere Personen denken, wer Sie sind. Ich bin sehr an dieser Kluft interessiert, denn sie kann ein kreativer Motor für Künstler sein. Mich interessiert sehr, was diese Kluft zur Kommunikation beiträgt. Was bedeutet es, einander zu verstehen oder mißzuverstehen? Manche Leute wissen nicht einmal von dieser Kluft zwischen Innen- und Außensicht, andere wiederum fühlen sie ganz stark. Wer sich mit Identität auseinandersetzt, muss sich auch mit dieser Kluft befassen. Gegenwärtig interessieren mich übrigens auch die Schichten, die die personale Identität ausmachen. Aus wie vielen Schichten setzt man sich zusammen und was bedeuten sie?

Wie würden Sie selbst die beiden Personen, die Sie in ihrem autobiographischen Film sind, beschreiben?

Eine Nikki ist mehr nach innen gekehrt, sie ist sehr ernsthaft, bleibt zu Hause und liest Bücher. Sie entspricht dem Klischee eines bestimmten Künstlertypus. Die andere hingegen geht aus sich heraus, ist glamourös und erfolgreich, eine ehrgeizige Künstlerin.

Die beiden treffen sich nie?

Nein, (lacht) sie können sich nicht treffen, weil ich nur über ein sehr kleines Budget verfügt habe und ich mir keine Computeranimationen leisten konnte.

Sie haben Ihren Film im New Yorker MoMa gezeigt. Denken Sie, dass es einen großen Unterschied ausmacht, den Film nun auf dem Filmfestival im Filmkontext zu zeigen?

Das Museumspublikum kennt möglicherweise meine Arbeiten und weiß, womit ich mich beschäftige. Das ist beim Filmpublikum nicht vorauszusetzen. Ich bin sehr auf die Reaktion des Filmpublikums gespannt.

Nikki S. Lee
geboren: Kye-Chang, Korea, 1970
Ausgewählte Einzelausstellungen
2007 Gesellschaft für Aktuelle Kunst, Bremen
2006 LT Shoreham Gallery, New York
2005 Kemper Museum of Contemporary Art, Kansas City
Galerie Anita Beckers, Frankfurt
2004 Numark Gallery, Washington, DC
2003 Cleveland Museum of Art, Cleveland; Leslie Tonkonow Artworks + Projects, New York; Printemps de Septembre, Toulouse
2002 Galeria Senda, Barcelona
2001 Institute of Contemporary Art, Boston; Yerba Buena Center for the Arts, San Francisco; Museum of Contemporary Photography, Chicago
2000 Gallery Gan, Tokyo; Stephen Friedman Gallery, London
1999 Leslie Tonkonow Artworks + Projects, New York
Ausgewählte Gruppenausstellungen
2007 Art in America: Now, Museum of Contemporary Art, Shanghai; Auto Emotion, The Power Plant, Toronto
2006 Will Boys Be Boys?, Indianapolis Museum of Art, Indianapolis
2005 White: Whiteness and Race in Contemporary Art, International Center of Photography, New York
2004 Contested Fields, Des Moines Art Center, Des Moines
2003 Poetic Justice: 8. Istanbul Biennale, Istanbul
2002 The Liverpool Biennial, Tate Liverpool, Liverpool; One Planet Under a Groove: Hip Hop and Contemporary Art, Museum Villa Stuck, München; Fukuoka Asian Art Triennale, Fukuoka Asian Art Museum, Fukuoka
2001 Subject Plural: Crowds in Contemporary Art, Contemporary Arts Museum, Houston; Open City: Street Photographs 1950-2000, The Museum of Modern Art, Oxford
2000 Greater New York, MoMA/PS 1, New York; The Kwangju Biennale, Kwangju
1999 Guarene Arte 99, Fondazione Sandretto Re Rebaudengo Per L’Arte, Torino