Magazin: Museen & Institutionen · von Christian Huther · S. 452
Magazin: Museen & Institutionen , 1995

Christian Huther

Werkbund in Frankfurt und Dresden

In Darmstadt mußte der Deutsche Werkbund dem Künstlerkolonie-Museum weichen und bezog 1987 neue Räume in Frankfurt am Main. Nun schien auch Frankfurt mit der drohenden Abwanderung der rund 1750 Mitglieder zählenden Institution zu spielen, die 1907 ins Leben gerufen worden war, um Kunst, Handwerk, Industrie und Handel zusammenzuführen. Der Mietvertrag für die rund 1000 Quadratmeter umfassenden Räume nahe der Hauptwache läuft nämlich zum Jahresende aus, zudem wurden dem Verband stärker als anderen Frankfurter Häusern die Zuschüsse gekürzt. Nach einem zögerlichen Engagement der Stadt bei der Raumsuche präsentierte man erst Ende August, als sich wohl das Werben anderer Städte um die Gunst des Werkbundes bemerkbar machte, eine eher unbefriedigende Übergangslösung.

Der Verband erhält 1996 eine neue Unterkunft in der (zentralen) Braubachstraße 33a, doch umfassen die Räume nur noch 200 Quadratmeter. Die Ausstellungen werden drastisch reduziert und nach Absprache in anderen Frankfurter Institutionen stattfinden. Auf Dauer hofft man aber, im ehemaligen IG-Farben-Haus von Hans Poelzig, das für die Frankfurter Universität vorgesehen ist, größere Räume zu bekommen. Ab Mitte 1996 wird zudem neben dem in der Mainmetropole verbleibenden Hauptsitz des Werkbundes eine Dependance in Dresden-Hellerau eingerichtet, um in den neuen Bundesländern stärker präsent zu sein.

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