Titel: documenta 14 - Rundgang · von Sabine B. Vogel · S. 190
Titel: documenta 14 - Rundgang , 2017

10 Glas-Pavillons
an der Kurt-Schumacher-Straße  

Joar Nango Otobong Nkanga Dan Peterman Angelo Plessas Georgia Sagri Mounira Al Solh Vivian Suter

Es sind nur wenige Fußweg-Minuten von der Neuen Neuen Galerie zu den Glas Pavillons. Zwar irritiert die angegebene Hausnummer, aber nach einigen Metern auf der Kurt Schumacher Straße sieht man dann schon die sechs großen Glasbauten, die zu dem Hansa-Haus gehören und in den Gehsteig hineinragen.

Früher als Ladengeschäfte genutzt, stehen sie mittlerweile leer. Für die documenta sind jetzt sechs Künstler eingezogen. Einige Beiträge kennt man bereits aus der Neuen Neuen Galerie, etwa Otobong Nkangas Seifen-Installation im ersten Pavillon, diesmal erweitert mit einem Vorhang, auf dem Wörter wie Blasen oder Altern steht – Begriffe, die man lose mit der Seife verbinden kann.

Auch Joar Nango zeigt an beiden Orten, in dem Pavillon hier versammelt er eine überbordende Anhäufung von Fellen, einer Bühne inklusiv Musikanlage, einer kleinen Küche, Holzstämmen und Sitzgelegenheit außen gehören auch dazu. Auf der Bühne trat wieder wie bereits in Athen im Konservatorium der grönländische Rapper auf, der davon singt, dass sein Volk so oft von Demokratie redet, aber keine Handlungen folgen.

Und Dan Peterman (1960, USA) hat auch hier seine Metallbarren abgeladen, die schon auf den Gleisen am Kulturbahnhof in der ehemaligen U-Bahnstation aufgefallen waren und in der Neuen Neuen Galerie in großen Säcken gelagert sind. Während die Präsentation dort eher einen industriellen Zusammenhang suggeriert, wirken die Formen in ihren…


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