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Ausstellungen: Köln · von Magdalena Kröner · S. 334 - 335
Ausstellungen: Köln , 2004

MAGDALENA KRÖNER
Art Australia

ZEITGENÖSSISCHE KUNST

Conny Dietzschold Gallery, Sydney/Cologne
Galerie Seippel, Köln, 24.10.2003 – 24.1.2004

Was haben Australien und Südafrika gemeinsam? Beide sind hinsichtlich ihrer Kunstszene das, was man gemeinhin als „Schwellenland“ bezeichnet: auf dem Weg – aber noch nicht ganz angekommen in der Arena der Big Players. Hoffnungsvoll, belächelt, mit Vorurteilen überfrachtet.

Während Südafrika zum zehnjährigen Jubiläum seiner Demokratie im nächsten Jahr mit einer Reihe von Ausstellungen ins öffentliche Bewusstsein drängen wird, kann Australien auf keinen solch prägnanten Jahrestag zurückgreifen, um seine Kunstszene konzertiert auf internationalem Parkett zu präsentieren. Zwar gibt es langjährige, kontinuierliche Bestrebungen, die Aufmerksamkeit der internationale Kunstwelt zu erregen und auch im eigenen Land eine Kunstproduktion und den Diskurs darüber auf hohem Niveau zu etablieren. Obwohl bereits 1973 die erste Sydney-Biennale stattfand, blieb das Land künstlerisch gesehen im internationalen Betrieb jedoch marginalisiert, nicht zuletzt auch in der Wahrnehmung hierzulande.

Nun wird die zeitgenössische Kunstszene des fünften Kontinentes mit der großen Ausstellung „Face Up“ im Hamburger Bahnhof in Berlin gewürdigt – der ersten Schau zum Thema in Deutschland seit 1997. Neben Berlin lassen sich wichtige Vertreter einer vielfältigen australischen Kunstszene gegenwärtig aber auch in Köln erleben. Ralf Seippels Gruppenschau „Art Australia“, die für den Kunstraum Sylt-Quelle Rantum im Sommer konzipiert und dort zuerst präsentiert wurde, widmet sich australischen Künstlern verschiedener Generationen, die in unterschiedlichen Genres arbeiten und greift dabei auch Positionen der lange verkannten Aboriginalkunst auf.

„Das Spezifische der australischen Gegenwartskunst ist zunächst in formaler Hinsicht die Verbindung von westeuropäischer Bildtradition mit der Formensprache der australischen Kunst der Indigineous, zum anderen ihre…


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von Magdalena Kröner

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