Ausstellungen: Hombroich · von Uta M. Reindl · S. 332
Ausstellungen: Hombroich , 2005

U.M.REINDL

Bilder der Stille

Architektur der Stille

Langen Foundation auf der Rakenstation Hombroich
12.9.2004 – 15.5.2005

Ich glaube nicht, dass Architektur zu viel sprechen sollte. Sie sollte schweigen und die Natur im Gestalt des Sonnenlichtes und des Windes sprechen lassen.“ Die programmatische Aussage des japanische Star-Architekten Tadao Ando hat sich nun mit seinem vierten Bauwerk in Europa wieder eingelöst: Es ist das Museum für die Sammlung Viktor und Marianne Langen mitten auf dem niederrheinischen Land zwischen Düsseldorf und Köln. „Bilder der Stille“ mit Werken aus zwei verschiedenen Kulturkreisen eröffnen das Stiftermuseum. Sein Standort ist gegenüber der Museumsinsel Hombroich, dem von dem kunstliebenden Immobilienhändler Karl-Heinrich Müller Mitte der achtziger Jahre angelegten Kunst-Park in der Erftaue, der sogenannten „Raketenstation“, wo die Nato einst Cruise Missiles und Pershing Raketen lagerte. Auch dieses Areal hat Müller vor rund zehn Jahren erworben und in der ausgedienten Wallanlage von den Künstler-Architekten Erwin Heerich und Katsuhito Nishikawa Ateliers sowie Ausstellungs- und Veranstaltungshäuser bauen lassen. Bildende Künstler, Literaten, Musiker und Wissenschaftler gehen dort in aller Abgeschiedenheit ihrer Arbeit nach, präsentieren diese ab und an – umgeben auch von Skulpturen, unter anderem von Eduardo Chillida, Per Kirkeby.

Tadao Ando kommentiert mit seiner Architektur den Ort, bleibt dabei aber seiner puristischen Beton-Glas-Stahl-Ästhetik treu. So gewährt mit imposanter Geste eine halbrunde und zum Museum geöffnete Sicht-Beton-Wand wie ein Burgtor dem Besucher den Zutritt. Hinter einem ausladenden und vom Wind ziselierten Spiegelteich steht da das von Glas ummantelte Gebäude des japanischen Pritzker-Preisträgers. Trotz der Kirschbäume am Wegesrand, trotz der schmückenden Wasser- und Glas-Spiegelungen hat das Gebäude in…

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