Ausstellungen: Hamburg · von Jens Asthoff · S. 312
Ausstellungen: Hamburg , 2005

JENS ASTHOFF

Monika Sosnowska

Rauminstallation „Ohne Titel (2004)“

Hamburger Kunsthalle, bis voraussichtlich Mitte 2005

Spätestens seit ihrer Teilnahme an der Frankfurter Manifesta oder an den Biennalen in Venedig und Istanbul 2003 ist Monika Sosnowska wohl auch einem größeren Publikum bekannt. Mit minimalistisch-schlichten Installationen und Wandbildern gelingt es der 1972 geborenen polnischen Künstlerin immer wieder, die Raumwahrnehmung der Betrachter zu unterlaufen und zu irritieren. Ihre architektonischen Arrangements sind dabei – oft im Wortsinne – Kabinettstücke einer subtilen Desorientierung und erschließen sich erst in der unmittelbaren Erfahrung.

Seit Ende April hat Sosnowska in der Hamburger Kunsthalle eine neue, umfangreiche Arbeit eingerichtet. Anlass und Ermöglichung dieser Ausstellung verdanken sich der Schweizer Versicherungsgruppe Bâloise, die in jedem Jahr zwei KünstlerInnen mit einem Preis auszeichnet, der darüber hinaus auch mit Ankäufen verbunden ist. Die erworbene Kunst wird dann „zwei bedeutenden europäischen Museen“ (Bâloise-Pressetext) als Schenkung überlassen. Bereits seit fünf Jahren wird die Hamburger Kunsthalle auf diese Weise bedacht, und das Erfolgsmodell, so war auf der Pressekonferenz zu erfahren, soll nun für weitere fünf Jahre fortgesetzt werden. Neben Monika Sosnowska war 2003 auch Saskia Olde Wolbers Preisträgerin – zwei Videoarbeiten der niederländischen Künstlerin gingen ans Stedelijk Museum Voor Actuele Kunst nach Gent.

„Ohne Titel“ (2004) ist eine raumbezogene Installation, und bereits die Situierung ist hier wesentlicher Teil des Werks. Die Künstlerin hat die Arbeit in der „Galerie der Gegenwart“ (dem Neubautrakt der Hamburger Kunsthalle) abseits der eigentlichen Ausstellungsflächen in einem bis dahin als Lager dienenden Betriebsraum eingerichtet. Bewusst siedelte sie das raumgreifende Werk außerhalb eines von musealen und architektonischen Codes durchdrungenen institutionellen…

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