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Magazin: Symposien & Kongresse · S. 301 - 307
Magazin: Symposien & Kongresse , 1986

Carl Hofer Symposium

Hochschule der Künste, Berlin

Das Symposion findet jedes Jahr statt, mit unterschiedlichen Thematiken, in denen dann eine Vermittlung der verschiedenen Fachbereiche an der Hochschule der Künste versucht wird.

Als öffentliche Veranstaltung dient das Symposion gleichfalls für eine werbewirksame Öffnung der Hochschule. Der Zuspruch auf die jeweiligen Veranstaltungen ist aber abhängig vom Thema. So widmete man sich im vorhergehenden Jahr den“ elektronischen Medien, im Jahr 85 stand die Fotografie im Vordergrund der Diskussion. Die Initiative dazu ging von Professor Dieter Appell aus, der im Fachbereich 6 selber mit Studenten an der Wiederbelebung der künstlerischen Fotografie arbeitet. Die Organisation übernahm Joachim Schmid, Mitarbeiter an der Fotozeitschrift ‚European Photography‘ und Herausgeber der Zeitschrift ‚Fotokritik‘. Die drei Tage im November 1985 sollten Analysen, Konzepte und Perspektiven darstellen, wie sie im Untertitel angegeben wurden. Sechzehn Vorträge kreisten das Thema theoretisch und praktisch ein. Analysen standen dabei im Vordergrund, sei es in dem Vortrag von Wulf Herzogenrath über Sigmar Polke und Astrid Klein und deren Verarbeitung von Fototechniken oder die Vorstellung einer Umfrage zur Gegenwart und Zukunft der Fotografie in einem Vortrag von Andreas Müller-Pohle. Am meisten Zuspruch fand allerdings der Vortrag von Vilém Flusser mit dem Thema: ‚Die Fotografie als nachindustrieller Gegenstand‘. Ausgehend von seinen theoretischen Überlegungen in dem Buch ‚Ins Universum der technischen Bilder‘ bot er als einziger jene Perspektiven an, die über die bloße Darstellung des Gegebenen hinausgingen. Grundlegend ist dabei die Unterscheidung dreier Verwendungsweisen von Fotografie: Amateurfotografie, absichtsvolle Fotografie und die elektromagnetische Information. Die Amateurfotografie erkennt sich in der Abhängigkeit von einer…

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