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Titel: 55. Biennale Venedig · von Susanne Boecker · S. 380 - 380
Titel: 55. Biennale Venedig , 2013

Costa Rica: Priscilla Monge, Esteban Piedra, Rafael Ottón Solís, Cinthya Soto – Democrady & Dreams
Kommissare: Francesco Elisei, Fabio Anselmi. Kurator: Francisco Córdoba, MUSEO DE ARTE Y DISEÑO CONTEMPORÁNEO (Fiorella Resenterra).
Ort: Ca’ Bonvicini, S.Croce 2161

Diese Ausstellung will ein Raum für Reflexion sein, in dem die Konstruktion und Dekonstruktion individueller und kollektiver Bilder ein Amalgam von Visionen bilden, die das Publikum ermutigen, Identitäten jenseits von Gemeinplätzen neu zu denken.“ So beschreibt Francisco Córdoba die Schau im Pavillon von Costa Rica. Aber wie das mit solchen kuratorischen Absichtserklärungen manchmal ist: nicht immer lassen sie sich im realisierten Ausstellungs-Ergebnis nachvollziehen. Fakt ist: Francisco Córdoba hat vier sehr unterschiedliche, recht starke künstlerische Positionen zusammengestellt.

Priscilla Monge hat den schönen, mit Wandmalereien geschmückten Hauptraum der Ausstellung in eine Art Schule verwandelt. Es gibt drei Reihen kleiner Tische mit jeweils einem Stuhl davor. Auf diesen könnte man Platz nehmen und über die Sätze nachdenken, die in die marmornen Tischplatten gemeißelt sind: „Death is in the Air again“, „He usado mi lengua para matarte“ (Ich habe meine Zunge benutzt, um dich zu töten), „How sweet must it be to die“ oder auch „Art is haunted“ – Kunst wird verfolgt. Dieser letzte Satz ist übrigens Titel der Installation.

Cynthia Soto hat gemalte Dekorationen von Imbissbuden, Bars, Restaurants und Kantinen fotografiert. Ihre zwischen 2006 und 2009 entstandenen „Pictografías“ (Bilderfotos) dokumentieren eine populäre Ikonographie, deren Hauptanliegen es ist, den Betrachter in eine Welt zu versetzen, die anderes und schöner ist als das „echte“ Hier und Jetzt. Mit einer sehr…

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