Titel: Manifesta , 2004

Dinge, die bleiben

Gespräch mit Martin Fritz, Manifesta 4

Martin Fritz war Generalkoordinator der Manifesta 4 in Frankfurt, die in den Medien auf Kritik und Ablehnung gestossen ist. Zwei Jahre danach lohnt sich eine Nachfrage. Martin Fritz ist heute Festivalleiter des Festival der Regionen, eines der größten zeitgenössischen Kulturfestivals in Österreich. Es findet es seit 1993 alle zwei Jahre an dezentralen Orten im Bundesland Oberösterreich (Hauptstadt: Linz) statt.

Diese Manifesta ist weitgehend auf ein positive Echo gestossen. Ganz im Gegensatz zur Manifesta 4 in Frankfurt, bei der sie selbst Generalkoordinator waren.

Martin Fritz: Man freut sich erst einmal als Mitglied des Board der Manifesta Foundation, dass diese Manifesta eine gute Aufnahme gefunden hat und das es nach einem guten Weiterleben der Manifesta aussieht. Dennoch ist man froh, dass man selbst an einer Manifesta beteiligt war, die sicherlich nicht die beste war. Das bleibt aber nicht die einzige Erinnerung daran. Es gibt die hohe Qualität der internen Kollaboration und sehr intakte Beziehungen zu den damaligen Künstlern. Neben der öffentlichen Rezeption gibt es auch Dinge, die bleiben und von denen man in der Öffentlichkeit nicht so viel merkt. Die Beteiligten können darauf durchaus wieder zurückgreifen. Insofern sind meine Erinnerungen an Frankfurt sehr gut. Trotzdem glaube ich immer noch, dass die Manifesta in Frankfurt unter Wert verhandelt wird. Ich glaube das hängt zusammen mit einer grundlegenen Skepsis gegenüber der Auswahl der Stadt Frankfurt. Es gibt natürlich auch Fehler, die wir selbst gemacht haben und die wir in keiner Weise zur Seite rücken können.

Frankfurt war ja kein…

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von Thomas Wulffen

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