Ausstellungen: Bonn , 2014

Uta M. Reindl

Dorothea von Stetten-Kunstpreis

»Tschechien«

Kunstmuseum Bonn, 29.5. – 17.08.2014

Junge Kunst aus Tschechien gibt es eher selten in europäischen Galerien, Museen oder Großaustellungen zu sehen. Insofern war die Installation „Re-education Machine“ von Eva Kot`átkova auf der letzten Venedig Biennale durchaus ein Auftritt. Und nun stellt diese tschechischen Künstlerin gemeinsam mit vier Künstlerkollegen ihres Landes im Rahmen des Dorothea von Stetten-Kunstpreises im Bonner Kunstmuseum aus. Sie erhält überdies den diesjährigen, mit 10 000 Euro dotierten Preis, dazu noch im neuen Rahmen des Programms, das sich zur Aufgabe macht, „junge Kunst auf hohem Niveau im musealen Kontext“ zu fördern, so der Leiter des Kunstmuseums Stefan Berg im Ausstellungskatalog. In seiner sechzehnten Ausgabe widmet sich nämlich der nach der 2011 verstorbenen Stifterin Dorothea von Stetten benannte Kunstpreis, der seit 1984 alle zwei Jahre junge Künstler bis 36 Jahren aus Deutschland und jeweils mit einer internationalen Position zeigt, erstmalig ausschließlich internationale Künstler. Christoph Schreier, der den Preis seit 1994 kuratorisch betreut, hatte dem Stiftungskuratorium, das ohnehin „den Blick analog zu einer sich verändernden Welt“ für Künstlerszenen im benachbarten Ausland öffnen wollte, Tschechien vorgeschlagen. „Ein für mich ein unbekanntes Terrain“, gesteht der Kurator im Bonner Kunstmuseum. Dabei verfüge das mitteleuropäische Land über eine reiche Kunstszene. Und wenn man der aufschlussreichen sowie gelungenen Präsentation im Kunstmuseum glauben will, scheint in Tschechien Multimedia-Kunst, nicht aber Malerei angesagt. Vielleicht ist dieser Genreschwerpunkt auch eine Frage der Selektion durch das mit Kunsthistorikern, Museumsleuten, Kritikern und Künstlern besetzte, zehnköpfige Auswahlgremium?

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von Uta M. Reindl

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