Ausstellungen: Leverkusen , 2018

Gegen die Strömung

Reise ins Ungewisse
Museum Morsbroich 28.01. – 28.04.2018
von Amine Haase

Ich für meinen Teil, ich reise nicht, um irgendwohin zu fahren, sondern um zu fahren. Ich reise um des Reisens willen. Die große Sache ist, sich zu bewegen. Robert Louis Stevenson (1879)

Reisen – Es braucht oft nur einen winzigen Kick, und wir träumen uns fort aus dem Alltag, fort in den Süden – beim Duft eines Mimosenzweigs, fort nach Japan – beim Berühren einer Lackschale, fort auf die britischen Inseln – beim Klang eines Beatlesongs. Und so können die Reisen über den ganzen Globus führen. Erst recht, wenn wir Bilder als optische Anreize hinzunehmen – von den mythischen Orten eines Claude Lorrain, über die Romantiker, allen voran William Turner und Caspar David Friedrich, bis zu den Impressionen der Monet und Sisley, von Cézanne und Gauguin. Und die Literatur – von Homers „Odyssee“ bis zu Jack Kerouacs „On the Road“, von Robert Louis Stevensons „Travels with a Donkey in the Cévennes“ bis zu Jules Vernes „Voyage au centre de la Terre“. Reisen eröffnen neue Perspektiven, egal ob wir sie wirklich und leibhaftig antreten oder ob sie allein in unserem Kopf abrollen. Aber das heißt nicht, dass sie immer angenehm sein müssen. Es gibt Ortswechsel, die man lieber vermeiden möchte – bis hin zu Flucht und Vertreibung.

„Reise ins Ungewisse“ lautet so auch der Untertitel der Ausstellung „Gegen die Strömung“ im Museum Morsbroich in Leverkusen. Der schön gestaltete Katalog mit Texten zu den einzelnen Arbeiten ist…


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