Ausstellungen: Bonn , 2016

Jens Asthoff

Josh Smith

»Malerei«

Bonner Kunstverein e. V., Bonn, 30.1. – 20.3.2016

Eine große Bühne, und Josh Smith füllte sie aus. Das gelang ihm buchstäblich spielend, mit einem Werk voll Verve und Witz, das durch Schweigen an den richtigen Stellen immer wieder auch ins Hermetische führt. Smith, der in den USA, aber auch in Europa schon einige institutionelle Einzelpräsentationen bestritt und darüber hinaus durch Teilnahme an vieldiskutierten Gruppenausstellungen wie „Younger Than Jesus“ 2009 im New Yorker New Museum oder „ILLUMInations“ 2011 auf der Venedig-Biennale von sich reden machte, wurde nun von Michelle Cotton, der neuen Direktorin des Bonner Kunstvereins, mit seiner ersten Soloschau in Deutschland vorgestellt.

Smith zeigte großformatige Malerei von 2015 aus zwei parallelen, weiterhin offenen Werkgruppen: Zum einen waren das abstrakte Bilder, zum anderen… Fische im Porträt. Eine ungewöhnliche Kombination und Letzteres ein in der Tat selten besetztes Sujet, das Smith in seinem Werk aber schon seit der Studienzeit mit Hingabe kultiviert. Nicht weniger überraschend fällt seine figurative Keramik aus: Auf sechs großflächigen Tischen arrangierte er gut 60 farbig glasierte Kleinplastiken (2013–2015), die in ihrer Lakonie und Vielfalt einen ziemlich eigenwilligen Kosmos bildeten. Da trafen plastische Nachschaffungen von banalen Haushaltswaren, sei’s ein Kanister Wäschebleiche („Bleach“, 2014), Frostschutzmittel („Anti-Freeze“, 2015) oder eine „Ketchup Bottle“ (2015), auf spielerisch modifiziertes Sportgerät wie „Basketball“ und „Basketball Jack-o’-lantern“ (beide 2015), vielerlei Pflanzliches („Standing Leaf“, „Purple Plant“, beide 2015), Skulpturen einzelner Körperteile („Green Heart“, „Pink Brain“, „Goth Hand“, alle 2015) und so Unterschiedliches wie Vulkane („Purple Volcano“, 2015), diverse Miniatur-Sumpflandschaften („Blue Swamp Tree“, 2015), einen „Ceramic Ghost“ (2014),…

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