Kunstforum-Gespräche · von Thomas W. Kuhn · S. 324
Kunstforum-Gespräche , 2015

Kein elektronisches Bauhaus

Heterogenität als Freiraum, jenseits von Utopie und Ökonomisierung

Thomas W. Kuhn im Gespräch mit Hans Ulrich Reck

Bis in die 1980-er Jahre entwickelte sich Köln zu einem Zentrum der deutschen Medienwirtschaft, das neben den öffentlich-rechtlichen Sendern auch durch das Privatfernsehen Zuwachs erhielt. Während die Stadt Köln auf diese Entwicklung mit der Errichtung des Mediaparks auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Gereon reagierte, gründete das Land NRW 1989 die Kunsthochschule für Medien Köln, die 1990 eröffnet wurde und in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen feiert. Mit über 330 Studenten gliedert sich das Studium in drei Bereiche: Film und Fernsehen, Kunst sowie Kunst- und Medienwissenschaft. Hier lehrt seit 1995 Hans Ulrich Reck als Professor für Kunstgeschichte im medialen Kontext. Im April 2014 übernahm er das Amt des Rektors von Klaus Jung. Hans Ulrich Reck war u.a. Herausgeber mehrerer Kunstforumsbände (114, 127, 128), zuletzt 1994 zur Kultur des Erinnerns. Er studierte in Tübingen und später in Wuppertal bei Bazon Brock. Er war als Dozent an verschiedenen Institutionen in Basel, Zürich und Wien, im Spannungsfeld von Kunst, Design, Philosophie und Medien tätig. Hinzu kommen die projektbasierte Kooperationen mit Künstlern und kuratorische Tätigkeiten, neben seiner umfangreichen Arbeit als Autor und Herausgeber.

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Thomas W. Kuhn: 1990 begann die Lehre an der KHM mit einem Aufbaustudiengang Audiovisuelle Medien. Ab 1995 wurde an der KHM das Grundstudium aufgenommen. Wie hat sich die KHM in dieser Zeit entwickelt?

Hans Ulrich Reck: Eine angemessen Beantwortung dieser Frage würde eine monografische Darstellung erfordern. Aber das Gründungsdatum liefert eine Markierung für den gesellschaftlichen Wandel…

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