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Nachrichtenforum: Messen & Märkte · von Jürgen Raap · S. 496 - 495
Nachrichtenforum: Messen & Märkte , 2000

KUNST KÖLN 2000

In diesem Frühjahr wurde die Rivalität Köln-Frankfurt neu belebt, und zwar mit der Ausrichtung der neuen Messe „kunstKÖLN2000“ vom 1. bis 9. April 2000 – pikanterweise nur eine Woche nach der ART FRANKFURT. Bislang hieß diese Veranstaltung „Art Multiple“, 1999 nannte man sie „Art Düsseldorf“. Nun tat sich der Ausrichter, der Bundesverband Deutscher Kunstverleger, mit der KölnMesse zusammen.
Die Messeleitung reservierte das Erdgeschoss der Rheinhallen für die „kunstKöln 2000“. Zeitgleich fand im Obergeschoss die „Kunstmesse Köln“ (früherer Name: Westdeutsche Kunst-und Antiquitätenmesse) statt. 31.000 Besucher kamen zu dieser Doppelmesse. Die Westdeutsche Kunstmesse allein hatte aber 1999 schon 24.000 Besucher angelockt. Mithin hat das neue Konzept zu einem Zuwachs von nur 7000 Besuchern geführt. Zum Vergleich: Bei der ART FRANKFURT zählte man in diesem Jahr 25.000 Besucher. Da müssen die Kölner in Sachen Werbung und PR noch einiges tun.
Mit nur rund 102 Teilnehmern hatte diese neue Kölner Messe eine angenehme, überschaubare Größe mit einer geschickten Bündelung der einzelnen Sektoren. Und anders als bei der Art Multiple mit ihren Kraut- und Rüben-Editionen wurde an Auflagenkunst durchweg Niveauvolles angeboten. So konnte man z.B. bei der Salzburger Galerie Weihergut eine Mixed Media-Arbeit von Robert Indiana mit einem Originalstein der Berliner Mauer für 7.000 Mark erwerben.

Die Art brut-Galerien waren flankiert von einer Sonderschau der Sammlung Arnulf Rainer und einer Präsentation des Museums Charlotte Zander (Bönigheim) mit Adolf Wölfli-Bildern. Die Kölner Galeristin Susanne Zander: „Ich glaube, wir haben vermitteln können, dass Art brut und Outsider Kunst nicht nur etwas…

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