Band 88
Malerei: Radikale Malerei
In ihrem Essay "Die Farbe denkt" gelingt es Amine Haase, die Position Radikaler Malerei genau zu benennen und zu begründen. Sie erläutert, warum es hier um ...
In ihrem Essay "Die Farbe denkt" gelingt es Amine Haase, die Position Radikaler Malerei genau zu benennen und zu begründen. Sie erläutert, warum es hier um eine "befreite" Kunst geht, die dennoch "essentiell" mit dem Menschen zu tun hat. Und erklärt, worin ihre Unterschiedlichkeit besteht zu Minimal- und Concept-Art, zum amerikanischen Colorfield-Painting der 50er und 60erJahre und zur europäischen analytischen Malerei der 70er Jahre. Funktion und Bedeutung der Farbe analysiert Lorenz Dittmann. Michael Bockemühl untersucht das Verhältnis künstlerischer Konzeption und der prozesshaften Wirkung auf den Betrachter. Einer Verbindung zwischen Becketts späterer Prosa und einer Kunst, "die das Nichts ausloten will" spürt der Literaturwissenschaftler Manfred Smuda nach. Die Autoren Ann Gibson und Klaus Honnef stellen Überlegungen zu Vorläufern Radikaler Malerei in den USA und Europa an. Den Aspekt der keineswegs geraden Entwicklungslinien innerhalb dieser Richtung hebt Richard Hoppe-Sailer in seinem Beitrag hervor. Vier Monografien sowie eine zusammenfassende Beschreibung beschließen die Dokumentation. Siehe auch „Geplante Malerei“ (Band 10, 1974).
Alle Beiträge aus dieser Ausgabe
Titelbeiträge

Bild und Gebärde
Zu den Chancen eines bildlichen Verstehens

Kunst im Kopf
Becketts spätere Prosa und das Imaginäre

Ding und Form
Thesen zur Neubestimmung einer Radikalen Malerei

Günter Umberg:
Umgang mit Farbe

Ulrich Wellmann:
Empfindung der Farbe

Brice Marden:
Vom Materiellen zum Immateriellen

Joseph Marioni:
Malerei jenseits von Narrativitat


























































