Musiktheater von Manos Tsangaris im Kolumba-Museum in Köln

12. Dezember 2025 · Nachrichten
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Unter dem Titel close Up – lontano 3 führt der international bedeutende Vertreter des Neuen Musiktheaters Manos Tsangaris gemeinsam mit dem Ensemble hand werk derzeit im Museum KOLUMBA in Köln seine 5-teilige Weltpremiere auf.

Das Publikum wird zwischen 14 und 17 Uhr jede halbe Stunde eingelassen und dann im Obergeschoss des Museums in kleinen Gruppen durch verschiedene Räume von Station zu Station geführt. Die Akteur*innen des Musiktheaters treten an den Stationen in Erscheinung, wobei alle Teile des ca. 10 Minuten dauernden Stückes parallel verlaufen und die Besucher*innen so in einem Durchlauf der Inszenierung fünf zeitlich und akustisch miteinander abgestimmte Momente erleben. So fügt sich Kapitel um Kapitel zu einer Geschichte, die ihre Geheimnisse nicht verrät, sondern produktiv macht. Die Teilnehmenden bilden in jedem Moment den Ort, in dem sie sich gerade befinden, und die Abfolge der Bilder formt Erzählungen. Stille ist hier nicht Abwesenheit von Klängen, sondern das, was sie in sich und mit uns ausmacht.

#1 LAUSCH!
#2 LIES!
#3 SCHAU!
#4 SEI!
#5 SIEH!

heißen die einzelnen Stationen, die sich als Aufforderung verstehen und den Räumen entsprechen. Die Musik von Tsangaris ist auf die Orte inkl. ihrer akustischen Gegebenheiten erdacht und integriert dabei auch die ausgestellten Kunstwerke.

Die Komposition entstand infolge der Verleihung des Musikpreises der Kunststiftung NRW – Mauricio Kagel Musikpreis im Mai 2024 an den Komponisten, Trommler und Installationskünstler Manos Tsangaris. Das Preisgeld beinhaltet einen Zuschuss für die Aufführung eines neu entstehenden Werkes mit einem Ensemble aus NRW. close Up – lontano 3 wurde für die Architektur und die einzigartige Atmosphäre von Kolumba geschrieben und inszeniert – die besondere Raumgestaltung und darin lebendige Gleichzeitigkeit von absolutem Nachhall und feinster Klangnähe greifen die Grundidee des Werks auf: eine Musik, in der sowohl die Nähe (close Up) als auch die Ferne (ital. lontano, entfernt) erfahrbar sind. Manos Tsangaris erläutert, dass das Werk die Präsenz des Menschen thematisiere, „den Tanz der Ereignisse und das, was man in der Nähe und aus der Ferne hört und sieht.“

Aufführungen finden noch bis zum 15. Dezember statt

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