Politische Kunst

29. Juni 2015 · Aktionen & Projekte
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Der Kunstverein Rhein-Sieg in Siegburg zeigt bis zum 31. Juli 2015 eine Ausstellung mit politischer Kunst. Die Berliner Gruppe „Werkraum und Sinn“ beschäftigt sich mit einem Mangel an Gedenkkultur in einer brandenburgischen Kleinstadt, nachdem dort ein algerischer Asylbewerber von rechten Jugendlichen zu Tode gehetzt wurde. Oliver Breitenstein ironisiert die Mechanismen der Geldwirtschaft, indem er lediglich eine Überweisungsquittung an die Wand heftete – als Beleg, dass er dem Kunstverein einen Euro als Ausstellungshonorar überwiesen hatte. Susanne Fassbender dokumentiert die „Schändung des Erdreichs“ am Beispiel des Braunkohlentagebaus. Hermann-Josef Hack stellt Zeltplanen aus, die er zusammen mit Bewohnern eines libanesischen Flüchtlingscamps bemalt hatte und inszeniert ab dem 2. Juli 2015 vor dem Siegburger Bahnhof eine „Stätte der Entschuldigung für die Klimaopfer von morgen“. Hacks Gedenkstätte für Babys, die im Jahr 2050 „die Folgen unseres Handelns bzw. Nichthandelns auszubaden haben“ bietet als partizipatives Kunstwerk den Siegburgern die Möglichkeit, dort Kränze niederzulegen und sich in ein Kondolenzbuch einzutragen. Seit Jahren führt der Künstler solche Aktionen im öffentlichen Raum durch, um auf die verheerenden Folgen des Klimawandels aufmerksam zu machen: Heute würden nach Schätzungen seriöser Institute etwa 18 Mill. Afrikaner ihren Kontinent verlassen, wenn sie es könnten, um Kriegen, Bürgerkriegen, Verfolgung und wirtschaftlichem Chaos zu entfliehen. Schon jetzt haben aus unterschiedlichen Gründen weltweit 60 Mill. Flüchtlinge ihre Heimatorte verlassen müssen – auch nach Dürrekatastrophen, Überschwemmungen oder Erdbeben. Nicht zuletzt durch den Klimawandel könnte nach Prognosen der UN die Zahl der Flüchtlinge im Jahr 2050 rund 200 Mill. Menschen betragen. www.kunstverein-rheinsieg.de

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