Nachrichtenforum , 2018

Aktionen und Projekte

Ars Electronica

„Wann wird aus einem Irrtum ein Fehler, ein Versagen und wodurch wird er zur gefeierten Quelle unvorhergesehener Ideen und Erfindungen? Wann ist ein Irrtum ein Versehen und wann absichtliche Täuschung, Fake?“ Das englische Wort „Error“ steht für alle absichtlichen und unabsichtlichen Irrungen und Wirrungen: Ob als Wunderquell für Innovation gefeiert oder als Auslöser katastrophaler Unfälle geächtet, der Fehler, das Irrtum, die Abweichung von der Norm – der Error – stehen dieses Jahr im Mittelpunkt der Linzer Ars Electronica vom 6. bis 10. September 2018. Künstler, Wissenschaftler, Ingenieure, Technologen und Designer fragen nach aktuellen technologischen und gesellschaftlichen Wechselwirkungen und ihren möglichen Ausprägungen in der Zukunft. Bespielt wird eine Festivalmeile quer durch die Innenstadt, mit der POSTCITY als Festival-Hotspot. Dort erwarten Festival-BesucherInnen wieder Highlights wie die Große Konzertnacht, das u19 – CREATE YOUR WORLD-Festival oder das hochkarätige Konferenzprogramm“.

Aktion „Kreuzpflicht“

Darren Cullen, britischer Künstler, veralberte den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), weil dieser angeordnet hatte, in jeder Behörde des Landes ein Kreuz im Eingangsbereich aufzuhängen, um „die christlich-abendländische Tradition Bayerns deutlich“ zu machen. Der Erlass ist juristisch und theologisch umstritten: die Landtagsvizepräsidentin Natascha Kohnen (SPD) hält ihn für „verfassungswidrig“, und selbst der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchener Kardinal Reinhard Marx, rügt Söder: „Wenn das Kreuz nur als kulturelles Symbol gesehen wird, hat man es nicht verstanden“. Dass der bayerische Staat sich die Deutungshoheit anmaßt, die religiöse Bedeutung des Kreuzes zu erklären, missfällt dem Bischof. Der Künstler Cullen gab sich nun in einem Schreiben an vierzig bayerische Behörden als Markus Söder…

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