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Ausstellungen: Herford · von Thomas W. Kuhn · S. 325 - 327
Ausstellungen: Herford , 2011

Thomas W. Kuhn
Bucky Fuller & Spaceship Earth

»Wir sind alle Astronauten«
MARTa Herford, 11.6. – 18.9.2011

In gleich zwei Ausstellungen widmet sich das MARTa dem US-Amerikaner Richard Buckminster Fuller Jr. (1895 – 1983), der bis heute als Visionär zukunftsgerichteter Gestaltung im Einklang mit einer nachhaltigen Nutzung irdischer Ressourcen gilt. Die Hauptausstellung kuratierte der Architekt Norman Foster, der von 1971 bis zum Tode Fullers an dessen Projekten mitarbeitete, und dem spanischen Architekten Luis Fernández-Galiano. Die systematisch auf zehn Stationen angelegte Schau war vorab bereits 2010 im Ausstellungsraum des Kunstverlags Ivorypress in Madrid zu sehen, der von Fosters 3. Ehefrau Elena Ochoa Foster betrieben wird. Mit erheblichen Aufwand legt die Ausstellung Zeugnis ab, von Fullers „Krieg dem rechten Winkel“, wie Annabelle Hirsch in ihrer Besprechung vom 16.8.2011 in der F.A.Z. titelte. Neben zahlreichen Originalzeichnungen, Fotografien und Modellen, ließ Foster, dessen eigene Architektur ohne den Einsatz avancierter technologischer Konstruktionsprinzipien nicht denkbar wäre, sogar Fullers berühmtes „Dymaxion Car“ nachbauen. Ein Animationsfilm im Stil der 40er Jahre erweckt das Gefährt optisch zum Leben. Das mit der Nummer „4“ bezeichnete Modell basiert auf seinen beiden stromlinienförmigen Vorgängern „2“ und „3“, wobei Fullers letztes Modell durch einen tödlichen Autounfall auf der Weltausstellung von Chicago 1933 zu trauriger Berühmtheit gelangte. Die Autoindustrie mit ihrer Verwendung von Fertigteilen war vorher schon Vorbild für die Planung seines an einem Mast aufgehängten „4D-Hauses“, dann auch für sein so genanntes Wichita-Haus mit Badezimmer aus einem Stück Metall gefertigt. Eine besondere Stellung nehmen die geodätischen Kuppeln ein, die zu Fullers Markenzeichen wurden. Fuller hatte…



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