Titel: Die heilige Macht der Sammler · von Heinz-Norbert Jocks · S. 30
Titel: Die heilige Macht der Sammler , 2011

Titel – I. PHILOSOPHEN

Hans Heinz Holz

Die Sammlung als Abglanz der Welt

Hans Heinz Holz, 1927 geboren, wegen Widerstandes gegen das NS-Regime im Alter von 17 Jahren mehrere Monate in Gestapo-Haft und während seines Studiums der Philosophie, das er im Januar 1946 in Frankfurt am Main begann, bereits als Autor für Zeitungen und Zeitschriften unterwegs, wechselte vier Semester später nach Mainz zu dem Heidegger-Schüler Otto Friedrich Bollnow. Als er 1954 mit der Arbeit „Die Selbstinterpretation des Seins“ promovieren wollte, wurde diese von Bollnows Nachfolger, dem späteren Bonner Ordinarius Gottfried Martin wegen fehlender Wissenschaftlichkeit abgelehnt. Als DDR-Flüchtling entwickelte sich dieser zum entschiedenen politischen Gegner von Holz. Ernst Bloch bot ihm in Leipzig an, ihn zu promovieren. Summa cum laude war das Ergebnis für seine Arbeit „Herr und Knecht bei Leibniz und Hegel“. Danach als innenpolitischer Redakteur der Münchner Zeitung „Deutsche Woche“, von 1960 bis 1964 als freier Theater-und Kunstkritiker in Zürich und dazwischen auch noch als Leiter des Abendstudios beim Hessischen Rundfunk tätig, später wieder zurück in seiner Züricher Funktion für die „Frankfurter Rundschau“ und die Basler „National-Zeitung“, und dann endlich zum Professor für Philosophie ernannt, der von 1971 bis 1978 in Marburg und danach bis zu seiner Emeritierung im niederländischen Groningen lehrte. Bestimmt kein orthodoxer Marxist, verfasste der in Frankfurt als Sohn eines Diplom-Ingenieurs Geborene Bücher und Aufsätze zur Dialektik, zu Kunst und Künstlern der Gegenwart sowie zu Problemen der Gesellschaftswissenschaften und Politik. In den eigenen Reihen erntete er Widerspruch, als er die Ontologie in den Marxismus einführte und eine Widerspiegelungstheorie im…

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