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Gespräche mit Galeristen · von Hans Rudolf Reust · S. 416 - 418
Gespräche mit Galeristen , 1996

Der Grund, eine Galerie zu eröffnen

HANS RUDOLF REUST SPRACH MIT FRANK DEMAEGD VON »ZENO X« IN ANTWERPEN ÜBER SAMMLUNGSKULTUR IN BELGIEN UND EIN ALTES THEMA: DIE VERANTWORTUNG EINES ERFOLGREICHEN GALERISTEN

Seit 1981 führt Frank Demaegd zusammen mit seiner Frau Eliane die Galerie ZENO X am Leopold De Waelplaats in Antwerpen. Mit Guillaume Bijl, später mit den Malern Raoul de Keyser und Luc Tuymans ist die Galerie international ins Gespräch gekommen. Das Interview, dem lange Abende in Antwerpen, Basel, New York und London vorausgegangen waren, fand am Rand der diesjährigen Kölner Messe statt. 1989 wurde ZENO X hier als „junge Galerie“ eingeführt. 1994 folgte, wiederum im Rahmen der „jungen Galerien“, die Einladung an die Basler art, die einzige Kunstmesse, die Frank Demaegd heute noch betreut. Das folgende Gespräch wurde in Englisch geführt und auf Deutsch redigiert.

*

H.R. R.: In den sechziger und den frühen siebziger Jahren zeigten Anny de Decker und Bernd Lohaus in ihrer Galerie Wide White Space in Antwerpen die neusten Tendenzen. Was stand am Anfang deiner Galerie: der weiße Kubus, eine Idee?

F. D.: Ich kannte Wide White Space nur vom Namen her, denn in ihren großen Zeiten war ich noch ein wenig zu jung, lebte damals auch nicht in Antwerpen. Allerdings war ich schon mit 14 oder 15 Jahren an Kunst interessiert; während meines Studiums der Urbanistik besuchte ich nebenbei sogar die Akademie, um malen zu lernen. 1981, ich war 27, bot sich meiner Frau und mir die Gelegenheit, ein mehrstöckiges Haus zu kaufen in einem Viertel von Antwerpen,…

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von Hans Rudolf Reust

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