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Gespräche mit Kunstvermittlern · von Helga Meister · S. 424 - 426
Gespräche mit Kunstvermittlern , 2004

„ES WIRD TAGTÄGLICH AN IMMER NEUEM GEARBEITET“

HELGA MEISTER IM GESPRÄCH MIT RITA KERSTING UND GEORG KULENKAMPFF

Der Düsseldorfer Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen ist in die Jahre gekommen, er feiert sein 175-jähriges Bestehen. Er ist nicht der einzige Kunstverein in Deutschland, allein im Internet werden über 20 aufgezählt. Aber er ist mit 4054 Mitgliedern der größte. Wilhelm von Schadow, der Weltgeist am Rhein, stand 1829 Pate. In den Anfängen diente der Zusammenschluss weniger den Bürgern als den Künstlern, die einen Absatzmarkt zur Verbreitung und Vertreibung ihrer Werke suchten. Wie steht es heute damit? Wer braucht ihn, welches sind seine Ziele, seine Probleme, seine Chancen? Helga Meister sprach mit der künstlerischen Leiterin, Rita Kersting, und dem Vorsitzenden Georg Kulenkampff.

Helga Meister: Ein paar Fakten vorab. Der Düsseldorfer Kunstverein wurde im Hinblick auf die Düsseldorfer Akademie geschaffen, als Kunstumschlagplatz gleichsam. Die Ankäufe sorgten für eine Erwerbssicherheit für Meister und Schüler. Der Gründervater und Akademiedirektor Wilhelm von Schadow wollte mit seinen Freunden die Düsseldorfer Malerschule bekannt machen, verkaufen oder verlosen. Es ging weniger um Ausstellungen als um die Beförderung von Kunstwerken in die Haushalte, zur „privaten Zierde“, und in die Öffentlichkeit, zur „Erhebung des Volkes“. Heute kommt das Gehalt der Professoren von der Landesregierung, der Kunstverein steuert da nichts mehr bei. Wie sieht es mit dem Kontakt zur Kunstakademie aus?

Georg Kulenkampff: In den 60er und 70er-Jahren bestand noch eine sehr intensive Achse zwischen Kunsthalle und Kunstakademie. Da gab es eine Menge Leben. Seitdem hat sich die Akademie zurückgezogen, da ist dieser Kontakt nicht mehr…

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