Titel: Malerei · von Heinz-Norbert Jocks · S. 156
Titel: Malerei , 2005

Heinz-Norbert Jocks

Gerd Harry Lybke

Eine Explosive Mischung

H-N. J.: Wie wurdest du überhaupt Galerist?

G. H. L.: Die Story ist zu alt und zu lang für eine halbe Stunde und so oft erzählt, dass es mich gruselt, alles zu wiederholen. Der Grund, warum ich die Galerie vor zweiundzwanzig Jahren gründete, war große Langeweile. Mit 22 musste ich etwas machen, schon aus der Energie der Biologie heraus, und da war die Eröffnung der Galerie etwas so Elementares und Kreatives wie zuvor das Modellstehen oder Schauspielern. Es war das Einzige, was überhaupt in Frage kam. Schauspielerei und Modellstehen füllten mich nicht genug aus. Die Galerie schien mir eine gute Basis für das Zusammenführen von Leuten zu sein. Die ersten Künstler, die ich ausstellte, lernte ich beim Modellstehen kennen. Es waren jene, die an der Hochschule der bildenden Künste zur Prüfung nicht zugelassen worden waren. Mit ihnen hatte ich Kontakt.

Du kamst also vor allem durch das Modell stehen mit Kunst in Berührung?

Ja.

Wieso wolltest du Galerist werden?

Das ergab sich aus der Notwendigkeit heraus. Jemand musste vor Ort den Mann machen, der nicht nur in seinem Atelier sitzt, sondern einen Raum zur Verfügung stellt. Das war meine private Wohnung. Letztlich war ich derjenige, der dann auch jeden Tag als Ansprechpartner da war.

Du bist bei keinem Galeristen in die Lehre gegangen. Wie hast du dir das Handwerk beigebracht?

Wie viele Künstler, so hatte auch ich viel Zeit zum Ausprobieren, um es mir anzueignen. Von 1983 bis 1989 musste ich nicht wirklich Galerist sein. Ich verstand mich mehr als Kunstvermittler. Ich…

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