Titel: Malerei · von Heinz-Norbert Jocks · S. 228
Titel: Malerei , 2005

Heinz-Norbert Jocks

Katharina Immekus

Zwischen Ost und Westen

Zuvor in Köln geboren, bist du bereits seit elf Jahren in Leipzig. Warum?

Nach der Wende reizte mich der Aufbruch in den Osten. Ich war einfach neugierig, wollte wissen, wie anders die Atmosphäre hier ist. Mit meinem damaligen Freund fuhr ich hierher. Mir gefiel es so gut, dass ich mich hier an der Hochschule bewarb. In der Hauptsache wollte ich freie Graphik machen, große Holzschnitte, Radierungen mit einem Konzept, einer guten Idee. Eine Graphik, die ein Anliegern transportiert.

Wie nahmst du die Stadt bei deinen ersten Spaziergängen wahr?

Auf Anhieb mochte ich die Stille. Nach meinem halbjährigen Aufenthalt in Rom und nach Köln war mir das Klima hier sehr sympathisch. Obwohl vollkommen fremd, war ich glücklich. Übrigens wurden meine romantischen Empfindungen noch bestätigt. Mir gefiel dieses Dunkle der Architektur.

Wie war die Hochschule?

Alles war ganz anders hier als im Westen. Schon das Gebäude gefiel mir. Nach dem Grundstudium entschied ich mich für Rolf Kurt, was insofern ein Fehler war, als er zu sehr in das eingriff, was ich wollte. Ich wollte in Ruhe gelassen werden. Es genügte mir, mich mit meinen Künstlerkollegen wie Peter Busch zu unterhalten. Darunter waren auch einige aus der Fotografie. Zwischendurch war ich dann für ein Jahr in Koppenhagen. Zurück in Leipzig, wollte ich nur mein Ding machen. Alles wäre wohl anders verlaufen, wenn ich bei Rink studiert hätte. Mit ihm hatte ich gute Gespräche, weshalb es mich ärgert, nicht bei ihm studiert zu haben. Mit Rink kann man darüber reden, wie was zu malen…

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