Titel: Vom Ende der Demokratie , 2010

Silke Wagner

Haltung als Gestaltung

Ein Gespräch mit Raimar Stange

Das Themenspektrum von Silke Wagner ist weit aufgefächert: Homosexualität und Fußball, Abschiebeflüge der Lufthansa, Skateboarding und die Umnutzung der City, die Geschichte der Arbeiterbewegung … . Und auch in formaler Hinsicht ist in ihren Arbeiten kaum eine gemeinsame Linie auszumachen, denn Wagner nutzt so verschiedene ästhetische Strategien wie zum Beispiel das Gestalten von Denkmälern und Wandmosaiken, das Initiieren von interaktiven Situationen oder das (Cultural) Jamming bereits bestehender Artefakte. Gemeinsam aber ist all ihren Werken zumindest dieses: eine dezidiert politische Haltung, in der kritische Potenziale und lustvolle Momente keine Widersprüche darstellen.

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Raimar Stange: Deine Arbeiten waren von Anfang an explizit politischer Natur. Liegt das auch an der Atmosphäre in der Frankfurter Städelschule, an der Du studiert hast?

Silke Wagner: Das hat sicherlich eine Rolle gespielt. Als ich angefangen habe, waren viele interessante Studierende an der Städelschule, vor allem in der Klasse von Thomas Bayrle, bei dem ich studiert habe. Florian Waldvogel war zu der Zeit noch Assistent bei Kasper König und hat Ausstellungen mit Studierenden kuratiert und koordiniert. Er hat mich kurz nach dem Universitätsstreik in Frankfurt 1998 eingeladen eine Arbeit für den Ausstellungsbereich der alten Universitätsbibliothek zu entwickeln. Die für die Ausstellung produzierte Videoarbeit „7 Vorträge, ein Bild, ein Auditorium“ zeigt Studentinnen und Studenten, die einem Radiobericht aus dem Jahr 1967 lauschen, in dem über die Ziele der damaligen Studentenbewegung berichtet wurde. Der Ausstellungsraum hatte eine lange Fensterfront zur U-Bahn-Haltestelle, so war die Projektion auch von außen zu sehen, der Ton wurde in den U-Bahn-Bereich übertragen. Während meines Studiums war ich zeitweise auch Studentenvertreterin an der Hochschule. Ein Teil der Studentinnen und Studenten war damals unzufrieden mit dem Lehrangebot und wollte Veränderungen an der Hochschule. Wir haben damit begonnen eine studentische Vortragsreihe zu organisieren, luden Künstler, Kuratoren und Kritiker, deren Arbeit wir wichtig und interessant fanden, an die Hochschule für Vorträge ein. So zum Beispiel Marius Babias, der die beginnende Politisierung der Studentinnen und Studenten theoretisch gestützt und vorangetrieben hat. Aufgrund der studentischen Initiative war er dann über einen Zeitraum von drei Jahren als Gastprofessor an der Städelschule tätig. Für mich war das eine wirklich wichtige und prägende Zeit an der Hochschule.

In dem von Dir gerade erwähnten Video „7 Vorträge, ein Bild, ein Auditorium“ spielt die Zusammenarbeit mit Anderen eine wichtige Rolle. Dieses partizipatorische Moment stellt sich bis heute immer wieder in Deinen Arbeiten ein, zum Beispiel bei dem Projekt „bürgersteig“, 2001/2002. Ist dieses so etwas wie der Versuch, die „eigene“ Kunst gleichsam zu demokratisieren?

Das Projekt „bürgersteig“ ist mit verschiedenen gesellschaftspolitisch arbeitenden Gruppen realisiert worden. Es wurde ein VW Bus angekauft und über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren jeweils in Zusammenarbeit mit ortsansässigen politisch agierenden Gruppen eingesetzt. Der von jeder dieser Gruppen individuell gestaltete Bus diente als mobiler Informationsstand, als Transport- und Projektwagen. Sowohl die Nutzung als auch das konkrete Projekt vor Ort wurden jeweils gemeinsam erarbeitet. Während aber bei „bürgersteig“ der Rahmen des Projekts bereits vor der Zusammenarbeit festgelegt war und es in der Recherche vor Ort „nur“ darum ging geeignete Partner zu finden, war die Herangehensweise bei der Arbeit „münsters GESCHICHTE VON UNTEN“, die für skulptur projekte 07, mit dem Umweltzentrum-Archiv-Verein in Münster entstand eine andere. Der Archiv-Verein war hier von Anfang an in die Entwicklung der Arbeit einbezogen. Kooperationen bieten die Möglichkeit unterschiedliche disziplinäre, theoretische wie methodische Perspektiven zusammenzuführen – auf der Suche nach Schnittmengen, taktischen Gemeinsamkeiten oder zumindest nach produktiven Missverständnissen. Diese Form der Auseinandersetzung und Reflektion kann nur in einer Art Koalition entstehen und führt im günstigen Fall zu einer Bündelung verschieden ausgeprägter Kompetenzen.

Wie funktioniert diese „Bündelung verschieden ausgeprägter Kompetenzen“ dann konkret? Bist Du so etwas wie der Dirigent, der am Ende alles zusammenfügt? Und wie sah die Präsentation in Münster letztlich aus?

In Münster entwickelte sich die Arbeit aus thematischen Recherchen, die lange vor der eigentlichen Entscheidung für eine künstlerische Form standen. Der Ausgangspunkt meiner Auseinandersetzung war der Umweltzentrum-Archiv-Verein, ein Archiv der sozialen Bewegungen. Im Zuge meiner Recherchen und Gespräche mit den Mitgliedern des Vereins stieß ich auf die Lebensgeschichte und die gesellschaftspolitische Arbeit von Paul Wulf (1921–1999), der auch zu einigen Mitgliedern des Umweltzentrum-Archiv-Vereins engen Kontakt hatte. Wulf wurde 1938 aufgrund diagnostizierten Schwachsinns von den Nazis zwangssterilisiert. Er kämpfte fast 30 Jahre wie kaum ein anderer der ca. 350.000 von den Nazis Zwangssterilisierten für eine Wiedergutmachung. Gleichzeitig recherchierte er in Archiven und Bibliotheken zum Nationalsozialismus und verwendete das gesammelte Material für seine antifaschistischen Ausstellungsdokumentationen. Wulf war die geeignete Projektionsfläche für „münsters GESCHICHTE VON UNTEN“. Die Entscheidung für eine künstlerische Form/Umsetzung des Projekts war jedoch ein längerer Prozess, an dem, in unterschiedlicher Intensität, die Mitglieder des Umweltzentrum-Archiv-Vereins, die Kuratoren und Kuratorinnen sowie, zu einem späteren Zeitpunkt, Spezialisten für die Produktion beteiligt waren. Im Verlauf gab es zahlreiche Treffen, bei denen über die Auswahl der Themen und Materialien aus dem Archiv, aber auch über die ästhetische Umsetzung diskutiert wurde. Ohne die Begeisterungsfähigkeit und die viele ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des Archiv-Vereins hätte das Projekt nicht realisiert werden können. Die Verantwortung und die letztendliche Entscheidung für die künstlerische Umsetzung lagen aber bei mir. Die inhaltlichen Entscheidungen das Archiv betreffend lagen im Gegensatz dazu in der Verantwortung des Archiv-Vereins. Die Herausforderung bei einem Projekt wie „münsters GESCHICHTE VON UNTEN“ liegt vielleicht darin, alle an der Zusammenarbeit Beteiligten immer wieder zu motivieren, zwischen den einzelnen Akteuren zu koordinieren und teilweise auch zu vermitteln, ohne dabei das Projekt und dessen künstlerische Umsetzung aus den Augen zu verlieren. Der Begriff der Dirigentin beschreibt meine Funktion beim Ablauf deshalb vielleicht ganz gut. Das Projekt bestand dann letztlich aus zwei Teilen. Zum einen aus der Skulptur „Paul Wulf“ und zum anderen aus der Digitalisierung von Materialien aus dem Umweltzentrum-Archiv-Verein und dem Aufbau einer Webseite (www.uwz-archiv.de). Während der skulptur projekte wurde eine 3,4 m hohe Beton-Skulptur von Paul Wulf in der Innenstadt von Münster aufgestellt, die als Litfasssäule funktionierte. Auf dem „Mantel“ wurden Dokumente aus dem Umweltzentrum-Archiv plakatiert. Die Skulptur war so nicht nur eine Würdigung der Person Paul Wulf, sondern dokumentierte gleichzeitig ein Stück „linke“ Zeitgeschichte Münsters. Sie wurde in dreiwöchigem Rhythmus neu plakatiert. Wir begannen mit der Lebensgeschichte von Paul Wulf und seiner gesellschaftspolitischen Arbeit, dann folgte die Geschichte des Häuserkampfes in Münster, politische Zensur von Texten und die Anti-AKW Bewegung Münster. Mit der Webseite sollte eine neue Öffentlichkeit für das Archiv generiert werden, auch über die Dauer der skulptur projekte hinaus. Sie ist weiterhin online. Während der Ausstellungsdauer bot die Webseite eine inhaltliche Ergänzung zur Plakatierung.

Du gibst in diesem artistischen Prozess also durchaus Kompetenzen ab, die Autorenschaft wird eine „multiple“, wie das österreichische Künstlerpaar Christine und Irene Hohenbüchler es nennt. Täuscht dieses zumindest teilweise unhierarchische Arbeit aber nicht darüber hinweg, dass in unserer Postdemokratie die Momente der demokratischen Teilhabe zunehmend weniger werden?

Die Zusammenarbeit im Feld der Kunst bietet die Möglichkeit, verschiedene Teilöffentlichkeiten zusammen zu führen und die Aufmerksamkeit und möglicherweise sogar die Unterstützung von Gesellschaftskreisen zu erlangen, die von oppositioneller Politik sonst nie erreicht werden. Auch wenn die Postdemokratie immer weiter voranschreiten mag, bietet sich besonders auf lokaler Ebene die Möglichkeit, dieser Entwicklung etwas entgegenzusetzen. Gerade die Zusammenarbeit mit gesellschaftspolitisch arbeitenden Gruppen ist eine Möglichkeit, diejenigen Kräfte zu unterstützen, die versuchen, dem entgegenzusteuern und sich aktiv an der Auseinandersetzung um die Grundlagen der Gesellschaft zu beteiligen. Mehr denn je ist es von Bedeutung, staatsbürgerliche Rechte für alle einzufordern und Orte der kulturellen Produktion zu schaffen bzw. zu unterstützen, an denen Informationen vermittelt, Selbstorganisation angeregt und politische Artikulationsformen gefördert werden. Denn eine Voraussetzung für demokratische Prozesse ist eine diskursive Öffentlichkeit. Öffentlichkeit muss aber immer wieder aufs Neue hergestellt werden durch die Artikulation der verschiedenen gesellschaftspolitischen Interessen. Die Bildung vorübergehender Allianzen um spezielle Themen und Inhalte kann hier eine Möglichkeit sein, zu einer neuen Form der Partizipation an Debatten und Entscheidungen zu finden. Die visuelle Umsetzung der Arbeit bzw. des Projektes liegt aber, wie bereits erwähnt, in meiner Verantwortung.

Verstehst Du in diesem Sinne auch Dein „bürgersteig“-Projekt?

Die erste Station des Projektes „bürgersteig“ fand anlässlich der Ausstellung „Plug-In. Einheit und Mobilität“ im Westfälischen Landesmuseum Münster statt. Hier bildete sich eine informelle Gruppe mit dem Namen „Aktion Fluchtwagen“, die sich aus unterschiedlichen anarchistischen, antirassistischen und Anti-Atomkraft-Initiativen zusammensetzte. Der Bus wurde von der Gruppe als „Fluchtwagen“ bemalt und bei verschiedenen Aktionen zum Thema „Flucht und Migration“ eingesetzt. Die Ankündigungen und Dokumentationen der einzelnen Aktionen konnten im Internet unter www.aktion-fluchtwagen.de abgefragt werden. Im Landesmuseum gab es ein schwarzes Brett mit den entsprechenden Aushängen sowie einen Zugang zu den Internetseiten. Herausgegeben wurde auch die Projektzeitung „Aktion-Fluchtwagen“ für Münster und Umgebung, die durch spezielle Sonderausgaben zu den einzelnen Aktionen ergänzt worden ist. Die zweite Station des Projekts „bürgersteig“ war die Ausstellung „Arbeit Essen Angst“ in der Kokerei Zollverein | Zeitgenössische Kunst und Kritik in Essen in Zusammenarbeit mit der „Unabhängigen Antifa Aktiv“ Essen. Die von der UAA organisierten Veranstaltungen und Aktionen unter dem Motto „Letzte Warnung – Antifaschistischer Aktionsmonat“ fanden bewusst auf unterschiedlichen antifaschistischen und antirassistischen Aktionsfeldern statt. Auftakt war eine „Reclaim the Streets Party“, es folgte ein Fußballturnier gegen Residenzpflicht, verschiedene Informationsveranstaltungen in der Essener Innenstadt und von der UAA organisierte Vorträge, zum Beispiel von der Flüchtlingshilfe Bochum und dem Antirassistischen Bildungsforum Rheinland. Die dritte und letzte Station fand dann in Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit „kein mensch ist illegal“ Hanau statt. Nach dem Abschiebetod von Amir Ageeb in einer Lufthansa-Maschine begannen mehrere Gruppen aus dem Netzwerk von „kein mensch ist illegal“ mit der Planung der „Deportation-Class-Kampagne“. Sie zielte auf ein zentrales Glied im Abschiebeprozess, nämlich die Fluggesellschaften, die für so genannte Deportees gebuchte Plätze und sogar Chartermaschinen zu Abschiebezwecken bereitstellen. Für die Aktionen von „kein mensch ist illegal“ in Frankfurt wurde der Bus nochmals komplett neu gestaltet, er wurde neu lackiert und mit dem blauen Schriftzug „Lufttransa Deportation Class“ und „www.deportation-alliance.com“ versehen. Die Gestaltung passte sich täuschend echt dem offiziellen Design der Lufthansa-Shuttle-Fahrzeuge an. Der „Lufttransa-Bus“ wurde für verschiedene Straßentheateraktionen in der Frankfurter Innenstadt und am Flughafen eingesetzt. Kurze Zeit nach den Aktionen mit dem „Lufttransa-Bus“, erwirkte die Lufthansa eine einstweilige Verfügung gegen die Nutzung des Busses. Unter Androhung von Ordnungsgeld bis 255.000 € wurde jede weitere Nutzung des Fahrzeugs untersagt. Lufthansa berief sich auf ihre eingetragenen Markenrechte für Schriftdesign und Kranich, unterstellte, dass der Bus zum widerrechtlichen Einfahren auf das Firmengelände benutzt werden könnte und machte geltend, dass ihre Firmenpolitik durch die Verwendung des Begriffes „Deportation“ mit dem Nationalsozialismus in Verbindung gebracht werde. Im Verfahren folgte das zuständige Landgericht in Frankfurt, den vorgebrachten Gegenargumenten – nämlich künstlerische und politische Meinungsfreiheit – und rechtfertigte ausdrücklich die Benutzung des Kampagnenslogans „Deportation Class“. Der VW-Bus wurde in seinem letzten Zustand als „Lufttransa Deportation Class“-Fahrzeug belassen. Im Bus ist jetzt eine Audiodokumentation des Projekts zu hören. Die Zusammenarbeit innerhalb solcher Projekte bietet die Möglichkeit eine diskursive Öffentlichkeit für bestimmte marginalisierte Positionen zu schaffen. Auch oder gerade dann, wenn das konsequent menschenrechtliche und antirassistische Politikverständnis dieser Gruppen nicht immer auf gesellschaftliche Akzeptanz trifft.

Du hast gerade in Herne ein Wandmosaik zur Geschichte der Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet gemacht. Die jüngere Geschichte der Arbeiterschaft ist ja zwiespältig, so werden zum Beispiel einerseits die Gewerkschaften immer mehr entmachtet, andererseits verliert die Arbeiterschaft durch die zunehmende Übernahme der Produktion durch Maschinen an Bedeutung. Wie siehst Du in diesem Kontext Dein Mosaik? Handelt es sich um Erinnerungsarbeit oder, polemisch gefragt, um Nostalgie?

Es geht in der Arbeit um Fragen der kulturellen Erinnerung innerhalb stattfindender Transformationsprozesse und nicht um eine Verklärung und Idealisierung der Geschichte. Die Arbeit „Glückauf. Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet“ dokumentiert die Geschichte der Proteste im Bergbau, um die Entwicklung der Arbeiterbewegung und ihre Kämpfe sichtbar zu machen. Heute aktuelle Debatten wie zum Beispiel die Forderung nach Mindestlöhnen waren bereits wichtige Ansprüche der frühen Arbeiterbewegung. Andere Errungenschaften wie der Kündigungsschutz stehen immer wieder in der Diskussion. Seitens der Arbeiterschaft wurde im Ruhrgebiet vor und nach der Jahrhundertwende der soziale Protest insbesondere von den Bergarbeitern formuliert und getragen. Die mit den Bergarbeiterstreiks einhergehende Solidarisierungs- und Politisierungsprozesse waren wichtig für eine sich herausbildende Arbeiterbewegung und Arbeiterkultur, die für die Demokratisierung Deutschlands im frühen 20. Jahrhundert eine entscheidende Rolle gespielt haben. Das Wandmosaik ist eine Art Denkmal für die Geschichte des Bergbaus bzw. für die Proteste und Kämpfe der Arbeiter. „Glückauf. Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet“ wurde im Rahmen der EMSCHERKUNST.2010 am Faulturm der ehemaligen Kläranlage in Herne realisiert. Die Geschichte Hernes ist eng mit dem Bergbau verbunden. Denn nur aufgrund der Kohlezechen, die Arbeit und Einkommen versprachen, kamen die Menschen an die Emscher. Auf dem mehr als 600 qm großen Wandmosaik bestehend aus 10 x 10 mm großen Mosaiksteinen wird stichpunktartig die Geschichte der Bergarbeiterproteste im Ruhrgebiet erzählt. Beginnend mit dem ersten großen Massenstreik 1889 bis hin zur politischen Entscheidung im Jahr 2007, die Subventionen für den Bergbau im Jahr 2018 einzustellen. Als inhaltliche Ergänzung zum Wandmosaik wurde eine Zeitung – Protestchronik – publiziert in der auf die Proteste der Bergleute detaillierter eingegangen wird und in der sie in einem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang betrachtet werden. Die Protestchronik wurde mit den beiden Autoren Holger Heith und Holger Pauler und mit Unterstützung der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets realisiert.

Silke Wagner
1968 geboren in Göppingen, 2008 Gastprofessur an der Zürcher Hochschule der Künste, 2007 Maria Sibylla Merian-Preis, Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, 2006 Reisestipendium Krakow, Goethe-Institut, 2005/2006 Reisestipendium Rotterdam, Hessische Kulturstiftung, 2002 Stipendium der Stiftung Kunstfonds, Bonn,1995–2001 Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Frankfurt am Main bei Prof. Thomas Bayrle
Einzelausstellungen (Auswahl)
2010 COVERWORKS (NEW WORKS), Oldenburger Kunstverein, 2009 Georg Elser Denkmal „8. November 1939“, München; Pink turns to Grey, Galerie Wilma Tolksdorf, Berlin, 2008 Neuer Berliner Kunstverein, Berlin, 2007 Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt am Main, 2006 Coöperatie Terwijde, Leidsche Rijn, Utrecht, 2004 Locals only?, Kunstraum München, 2002 NEW OLD WORKS (THEME), Kunstverein Heilbronn; „exotika“, Kunstverein Wolfsburg, 2001 Der gelbe Pullover, Meyer Riegger Galerie, Karlsruhe, 1999 Drehbücher, Meyer Riegger Galerie, Karlsruhe, 1998 7 Vorträge, ein Bild, ein Auditorium, Universitätsbibliothek, Frankfurt am Main
Gruppenausstellungen (Auswahl)
2010 Scapegoat Society, Guest Projects, London; EMSCHERKUNST.2010, Ruhr 2010, Faulturm Herne, 2009 Playing the City, Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2008 Vertrautes Terrain – Aktuelle Kunst in/über Deutschland, ZKM, Kalsruhe; DRESSing the Message, Sprengel Museum Hannover, 2007 skulptur projekte münster 07, Münster; The Evil, Galerie Gebrüder Lehmann, Dresden; L’Europe en devenir (partie 2), Centre culturel suisse, Paris, 2006 Demokratie üben, Westfälischer Kunstverein, Münster; Normalisation, Rooseum, Malmö; Street: behind the cliché, Witte de With, Rotterdam, 2005 Das Neue Europa, Generali Foundation, Wien; Just do it, Lentos Kunstmuseum, Linz; Cool Hunters, ZKM, Karlsruhe/Künstlerhaus Wien/Kunsthalle Budapest; Rundlederwelten, Martin-Gropius-Bau, Berlin, 2004 Open House, O. K. Centrum für Gegenwartskunst, Linz, 2002 Der globale Komplex, Grazer Kunstverein; Zusammenhänge herstellen, Kunstverein in Hamburg; in capital letters, Kunsthalle Basel, 2001 Plug-In. Einheit und Mobilität, Westfälisches Landesmuseum Münster; Volxhochschule“, Salzburger Kunstverein; Arbeit Essen Angst, Kokerei Zollverein | Zeitgenössische Kunst und Kritik, Essen, 2000 Flexibilitätsversuche“, Museum Fridericianum, Kassel, 1999 German Open, Kunstmuseum Wolfsburg

von Raimar Stange

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