Ausstellungen: Berlin · von Peter Funken · S. 303
Ausstellungen: Berlin , 2010

Peter Funken

Realidad y Utopia

»Argentiniens künstlerischer Weg in die Gegenwart «

Akademie der Künste, Berlin, 13.10. – 14.11.2010

Argentinien – eines der größten Länder der Welt – rund 4000 Kilometer sind es von der brasilianischen Grenze und den Tropen im Norden bis nach Feuerland im Süden, die Antarktis zum Greifen nahe. Argentinien, das ist die Geschichte einer Mischkultur, von 200 Jahren Einwanderung und Landnahme, Wohlstand im frühen 20. Jahrhundert, reaktionärem Peronismus, gesellschaftlichen Auseinandersetzungen und brutalen Diktaturen – Jorge L. Borges sagt dazu: „uns überwuchert, grässlich, die Geschichte“: allein während des Staatsterrors, der von 1976 bis 1983 währte, verschwanden 30 000 Menschen und 100 000 wurde gefoltert. Nach dem Falklandkrieg stürzten große Bürgerbewegungen 1983 die Militärdiktatur. Das Land kehrte zur Demokratie zurück, doch damit nahmen die wirtschaftlichen Probleme kein Ende. Ihren Höhepunkt hatten sie 2002 mit der Argentinien-Krise, als eine Geldentwertung die Kaufkraft des Pesos auf ein Zehntel minimierte und den Mittelstand um seinen Besitz brachte. In den letzten Jahren erholte sich das Land: Die Regierung Kirchner begann die Verbrechen der Militärjunta aufzuklären, es gibt einen Wirtschaftsaufschwung. Argentinien ist zugleich Schwellen-?und Industrieland, das seine zahlreichen Rohstoffe weiterhin exportieren muss, weil die Bereitschaft für internationale Investitionen nach wie vor gering ist. Zwischen der reichen Oberschicht und der vorwiegend armen Bevölkerung existiert eine große Kluft, die man im Alltag der Metropole Buenos Aires deutlich erleben kann. Buenos Aires ist das kulturelle Zentrum Argentiniens, Fast ein Drittel der 40 Millionen Bürger des Landes leben im Ballungsraum Buenos Aires, das eine überaus lebendige Kunstszene besitzt. Literatur, Film und…

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