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Ausstellungen: Leverkusen · von Thomas W. Kuhn · S. 327 - 329
Ausstellungen: Leverkusen , 2010

Thomas W. Kuhn
Neues Rheinland

»Die postironische Generation«
Museum Morsbroich, Leverkusen, 28.11.2010 – 13.2.2011

33 Künstler haben die beiden Kuratoren der Ausstellung, Markus Heinzelmann und Stefanie Kreuzer, nach Leverkusen eingeladen, um in 30 Positionen exemplarisch deren Werk vorzustellen. Die zwischen dem Jahr 1966 und 1978 Geborenen unterschiedlicher Herkunft leben alle im Rheinland, zumeist in Düsseldorf und sind in wenigstens 26 Fällen ehemalige Studenten der dortigen Kunstakademie. Sie stellen die Auswahl einer weitaus größeren Gruppe an Künstlern dar, die im Vorfeld der Ausstellung von Stefanie Kreuzer in ihren Ateliers besucht wurden und deren Abwesenheit in der Schau nicht als Ausschluss oder qualitative Abwertung verstanden werden sollte, sondern den räumlichen Kapazitäten von Morsbroich geschuldet ist. In den Räumen kleinen und mittleren Formats wurden zwischen einer bis drei künstlerischen Positionen vorgestellt, die meistenteils gut aufeinander und auf die Architektur hin abgestimmt wurden.

Hier offenbarte sich ein breites Spektrum zum Einsatz kommender künstlerischer Mittel, Gemälde, Wandmalerei, Skulpturen, Zeichnungen, Fotografien, Installation und Film, die im Großen und Ganzen handwerkliches Können zeigen, aber stilistisch und thematisch kein einheitliches Bild vorstellen. Als bindendes Glied haben die Kuratoren einen anderen Punkt ausgemacht, eine Haltung, die von Ernsthaftigkeit bestimmt ist. Das die Ausstellung in der Folge nicht mit dem Untertitel „die ernste Generation“ versehen wurde, liegt an ihrer historischen Einordnung und der Perspektive ihrer Kuratoren. Bezugspunkt sind die 1980er Jahre, die das Museum selbst schon 2008 in der Ausstellung „Kavalierstart“ zum Thema machte. Die künstlerischen Strategien dieser Zeit sehen die Kuratoren aufs engste mit der rhetorischen Figur der Ironie verknüpft, mit der…



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