Titel: Herrschaften des Sammelns · von Heinz-Norbert Jocks · S. 161
Titel: Herrschaften des Sammelns , 2014

Karola Kraus

Nur keine Kompromisse in einem ungefährlichen Rahmen

Karola Kraus wurde 1961 in St. Georgen im Schwarzwald geboren und wuchs als Tochter des Industriellen- und Sammlerehepaares Dieter und Anna Grässlin auf. In den 1970er-Jahren begannen ihre Eltern eine Sammlung des deutschen Informel aufzubauen, wodurch sie früh mit Künstlern in Kontakt kam. Ihre Begegnung mit Martin Kippenberger Anfang der 1980er-Jahre hatte maßgeblichen Einfluss auf ihre Beschäftigung mit zeitgenössischer Kunst. Von 1982 an studierte sie Kunstgeschichte, neuere deutsche Literatur und klassische Archäologie in Stuttgart, ein Jahr später Wechsel nach München zu Prof. Uwe M. Schneede. Ihre Magisterarbeit widmete sie dem Thema „Wols im Vergleich zum Surrealismus“. 1990 wurde sie Projektassistentin bei der Ausstellung „Metropolis“ in Berlin. Von 1991 bis 1994 leitete sie den nichtkommerziellen Ausstellungsraum „K-raum Daxer“ mit besonderem Augenmerk auf internationale Künstler der 1980er- und 1990er-Jahre. Danach wurde sie Beraterin und Verwalterin der Sammlung Johannes und Louise Daxer. Von 1996 bis 1998 war sie die persönliche Mitarbeiterin von Katharina Sieverding. Für sie organisierte sie internationale Ausstellungen, unter anderem deren Beitrag im deutschen Pavillon der XLVII. Biennale in Venedig (1997) und ihre Retrospektive in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen und im Stedelijk in Amsterdam. 1998 war Kraus an der Gründung der INIT-Kunsthalle beteiligt, einem Mitgliederverein, der in Berlin, Moskau und Athen Ausstellungen initiierte. Von 1999 bis 2006 war sie Direktorin des Kunstvereins Braunschweig, wo sie sich für die internationale Kunst der 1960er- bis 2000er-Jahre engagierte. Als Leiterin der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden setzte sie von 2006 an die konzeptuelle und minimalistische Tradition des Hauses…

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von Heinz-Norbert Jocks

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