Gespräche mit Kunstvermittlern · von Stephan Maier · S. 416
Gespräche mit Kunstvermittlern , 2011

Produktion, Vermittlung und Reflexion von Kunst

Hildegund Amanshauser, neue Leiterin der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst Salzburg, im Gespräch mit Stephan Maier

„Alles neu“ an der Internationalen Sommerakademie für Bildende Kunst in Salzburg: Seit die gebürtige Salzburgerin Hildegund Amanshauser im Frühjahr 2009 deren Leitung übernommen hat, hat sich zumindest in punkto Kursangebot, aber auch Lehrkörper und KursteilnehmerInnen Grundlegendes geändert. So will die promovierte Kunsthistorikerin und Ausstellungsmacherin, 1992 bis 2004 Direktorin des Salzburger Kunstvereins und von 2004 bis 2009 Professorin an der Kunstakademie Münster, die 1953 von Oskar Kokoschka gegründete „Schule des Sehens“ endgültig als ernst zu nehmende Institution und internationale Ergänzung zu national orientierten Kunsthochschulen etablieren.

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2010, in deinem ersten eigentlichen Jahr und einem eigenständigen Programm, konnte man da von einer grundsätzlichen Neupositionierung und Profilierung sprechen?

Das Spannende an der Internationalen Sommerakademie ist, dass sie eine kleine feine und sehr entwicklungsfähige Institution ist und sich immer wieder neu erfinden kann und muss. 2010 habe ich, bis auf ein paar Ausnahmen, neue und oft auch jüngere Lehrende gewinnen können z. B. Lucy McKenzie, Rebecca Morris, Elfie Semotan, Alice Creischer und Andreas Siekmann oder Destiny Deacon. Was mir besonders wichtig ist, dass die künstlerische Produktion in den Kursen in einen diskursiven Zusammenhang gestellt wird. Künstlerische Lehre sollte meiner Ansicht nach immer mit Kunstgeschichte und der Reflexion des Kunstbetriebs Hand in Hand gehen.

Wie spielen deine Erfahrungen als Ausstellungsmacherin mit in die Konzeption der Sommerakademie? Du sprachst einmal von einem „kuratierten Programm“. Du hast 2000 am Salzburger Kunstverein ein Projekt namens „100 Tage keine Ausstellung“ realisiert…

Meine Herangehensweise an…

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